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Schwerer Vorwurf

Frau vergewaltigt? Verbeamtung von beschuldigtem Polizisten gestoppt

Herford

Zwei Polizisten der Kreispolizei Herford stehen im Verdacht, an der Vergewaltigung eine Frau beteiligt gewesen zu sein. Das Opfer erstattete Anzeige.

Zwei Polizisten der Kreispolizei Herford werden verdächtigt, eine Frau vergewaltigt zu haben. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Es sind schwere Vorwürfe, die eine Frau gegen zwei junge Beamte erhebt. Das mutmaßliche Vergewaltigungsopfer sei von einem der beiden Männer missbraucht worden. Der andere Polizist soll während der Tat dabei gewesen sein und nichts unternommen haben. Gegen beide Tatverdächtige soll sie Anzeige erstattet haben.  

Wie das Westfalen-Blatt am Montagabend (5. September) berichtet, habe die Frau sinngemäß ausgesagt, dass sie mit den Beschuldigten Geschlechtsverkehr in der Wohnung eines Polizisten gehabt habe. Der Sex sei zunächst auch einvernehmlich gewesen. Doch danach soll einer der beiden ohne ihre Zustimmung weitergemacht haben. Gegen die beiden Beamten der Kreispolizei Herford werde nach WB-Angaben nun ermittelt. Die veröffentlichten Informationen der Zeitung wurden von den ermittelnden Behörden bisher aber nicht offiziell bestätigt. 

Herford: Polizeieinsatz im Kreishaus – Urkunde nicht ausgehändigt

Am 1. September sollten bei einer Feier im Herforder Kreishaus rund 20 junge Polizisten geehrt werden. Ihnen sollte ihre Urkunde für die Verbeamtung auf Lebenszeit überreicht werden. Doch kurz vor der Übergabe tauchten Kriminalbeamte des Polizeipräsidiums Bielefeld auf. Sie erklärten Landrat Jürgen Müller (SPD), dass gegen einen der Polizisten ermittelt werde. 

Die Einsatzkräfte sollen das Smartphone des Tatverdächtigen beschlagnahmt haben. Des Weiteren wurde ihm seine Urkunde offenbar nicht ausgehändigt. Mit dem Eingreifen sei nach Angaben des Westfalen-Blatts wohl in letzter Sekunde verhindert worden, dass dieser Polizist Beamter auf Lebenszeit wird. 

Herford: Weiterer Beamter im Fokus der Ermittler

Zeitgleich zu dem Polizeieinsatz im Kreishaus in Herford soll der andere Tatverdächtige auf seiner Dienststelle von anderen Bielefelder Beamten mit den Vorwürfen konfrontiert worden sein. Medienberichten zufolge wurde auch sein Handy sichergestellt. Des Weiteren seien gegen die beiden Polizisten Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Solange diese nicht abgeschlossen sind, werden die Beamten im Innendienst eingesetzt.

Der zweite Polizist sei noch Beamter auf Probe. Die Verbeamtung auf Lebenszeit habe bei ihm aktuell also noch nicht angestanden, heißt es in dem WB-Bericht weiter. Während der Ausbildung sind Polizisten grundsätzlich Beamte auf Widerruf, in den ersten Berufsjahren Beamte auf Probe und schließlich Beamte auf Lebenszeit. Sobald dieser Status erreicht ist, ist eine Entlassung aus dem Polizeidienst nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) soll über die Vergewaltigungsvorwürfe informiert worden sein.

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