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Schrecklicher Vorfall in Ahlen

Hirtenhund beißt Kater tot – Kinder waren alleine mit ihm Gassi

Schock in Ahlen: Drei Mädchen sollen alleine mit einem großen Hirtenhund Gassi gegangen sein. Dann riss sich das Tier los und stürzte sich auf einen Kater. Eine Zeugin postete den Vorfall bei Facebook – und löste damit eine hitzige Diskussion aus.

In Ahlen soll ein Kangal, ein anatolischer Hirtenhund, einen Kater totgebissen haben. (Symbolbild) Foto: pixabay.com

Ahlen – Am Donnerstagabend (25. April) sorgte der Beitrag einer Frau in einer Ahlen-Gruppe bei Facebook für Aufsehen: Früher am Tag seien auf der August-Kirchner-Straße drei junge Mädchen im Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren alleine mit einem Kangal Gassi gegangen.

Ein Kangal ist ein Hirtenhund, der zwischen 50 und 60 Kilogramm wiegen und rund 80 Zentimeter groß werden kann – ein massives Tier mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt. Die Mädchen waren dem großen Vierbeiner scheinbar nicht gewachsen. Als der Kangal eine Katze erblickte, stürzte er sich auf sie.

Ahlen: Kangal geht auf Kater los

Der Kater habe seelenruhig vor der Haustür seiner Besitzerin gesessen, als der Kangal zuschnappte. Laut des Posts der Ahlenerin kämpfte das Tier um sein Leben, haute mit seinen Pfoten um sich. Dabei soll er mit seinen Krallen den Hund am Auge und eines der Mädchen am Arm verletzt haben. Doch der Kater kämpfte vergebens: Der Kangal biss ihn tot.

Medzinische Hilfe habe das Mädchen aus Ahlen mit dem Kratzer am Arm nicht gewollt. Bevor sich die Minderjährigen mit dem Kangal dann entfernten, sollen sie den toten Kater noch als "Mistvieh" bezeichnet haben.

Der Vorfall soll sich auf der August-Kirchner-Straße in Ahlen abgespielt haben. Foto: Google Maps Screenshot

In Ahlen musste die Polizei neulich einen renitenten Einbrecher festnehmen, der lautstark randaliert hatte.

Kangal aus Ahlen tötet Kater: Post bei Facebook schlägt Wellen

Der Vorfall sorgte in der Ahlen-Gruppe bei Facebook für Aufruhr: Viele User konnten nicht verstehen, wie man drei kleine Kinder mit einem so massiven Hund alleine Gassi gehen lässt. Auch andere Ahlener hatten bereits zuvor Mädchen mit einem Kangal in der Nähe gesehen – die gleichen Mädchen, so die Vermutung. Manche äußerten auch einen ersten Verdacht, um wessen Hund es sich da handeln könnte.

Ein Admin der Gruppe versuchte derweil, die Gerüchteküche zu stoppen und verwies mehrfach darauf, dass die Besitzerin doch Anzeige erstatten solle. Dieser Meinung waren viele weitere Ahlener. In einem weiteren Post meldete sich die Besitzerin dann selbst zu Wort und bestätigte, dass die Polizei über den Vorfall informiert worden sei. Dies konnte die zuständige Polizei Warendorf jedoch am Freitagnachmittag auf Anfrage von msl24.de nicht bestätigen: Dort seien bisher keinerlei Meldungen zu einem solchen Vorfall eingegangen.

In zwei deutschen Bundesländern gilt der Kangal als "vermutlich gefährlicher Hund" – nicht in NRW. Foto: picture alliance / Christoph Schmidt/dpa

Ahlen: Gerüchteküche im Internet brodelt

Während die einen schon zu wissen meinen, um welchen Hund es sich handle, geht es den anderen Ahlenern eher um etwas anderes: Den Hund treffe hier keine Schuld – vielmehr habe sich der Besitzer falsch verhalten, als er einen so großen Hund drei jungen Mädchen anvertraut habe. Dies sei unverantwortlich gewesen.

Auch die Besitzerin des Katers betont, dass es ihr nicht um den Hund, sondern um den Halter aus Ahlen gehe – und sie kündigte an, weiterhin auf den Zwischenfall aufmerksam zu machen, um den Besitzer des Kangals zur Rechenschaft zu ziehen.

Immer wieder kommt es zu solch ähnlichen Vorfällen: So wurde in Wadersloh (Kreis Warendorf) ein Mann von einem Hund gebissen. Die Halterin ging danach einfach weiter. Erst vor Kurzem sorgte ein Vorfall mit einem Pferd für Aufsehen im Netz: Auf einem Hof in Rhede prügelte ein Kutscher auf ein Pferd ein – so lange und so heftig, dass es reglos auf dem Boden zusammensackte. Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen.

Kurz danach wurde in Ibbenbüren ein Tierbaby in einer Plastiktüte gefunden. Die Finderin vermutet, dass der Besitzer das tote Tier auf diese Weise entsorgte. Sie machte Fotos und teilte sie auf Facebook, um den Besitzer ausfindig zu machen. Bei der Polizei in Ahlen ging außerdem kürzlich ein Notruf ein: In einem Supermarkt kam es zu einer Prügelei. Dabei wurde ein am Boden liegender Mann mit einer Flasche angegriffen.

Durch ihr auffälliges Verhalten machte außerdem kürzlich eine Frau in Ahlen auf sich aufmerksam: Als sie schließlich auf ihr Verbrechen angesprochen wurde, eskalierte die Situation jedoch. Bei einer Messerstecherei auf einem Parkplatz wurde kürzlich der Angreifer verletzt – er schleppte sich blutend in den Netto in Ahlen und bat um Hilfe.

Zu einem ungewöhnlichen Vorfall kam es kürzlich: Ein Mann gab in Bocholt an, von einem Hund gebissen worden zu sein – doch der Halter erzählte eine andere Geschichte.

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