1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Region
  4. >
  5. "Horrorhaus von Höxter": Kommt der Mörder in Sicherungsverwahrung?

  6. >

Entscheidung am Landgericht

"Horrorhaus von Höxter": Kommt der Mörder in Sicherungsverwahrung?

Höxter/Paderborn

Zu elf Jahren Haft wurde Wilfried W. verurteilt. Nun wird entschieden, ob der Mörder von Höxters "Horrorhaus" danach frei kommt oder nicht.

Von Sohrab Dabir

Die Staatsanwaltschaft möchte, dass der Mörder Wilfried W. nach seiner Haft nicht freigelassen wird. (Archivbild) Foto: dpa

Gemeinsam mit seiner Frau war Wilfried W. für den Tod zweier Frauen verantwortlich. Über Jahre hatte der heute 51-Jährige in seinem Haus in Höxter gemeinsam mit seiner Partnerin Frauen gequält und misshandelt. Im Oktober 2018 wurde der Mann zu einer elfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

Seine Frau Angelika W. bekam eine 13-jährige Haftstrafe. Knapp dreieinhalb nach dem Urteil soll am Landgericht in Paderborn nun darüber entschieden werden, ob Wilfried W. nach seiner Freiheitsstrafe in Sicherungsverwahrung muss oder ob er danach freikommt.

Mörder von Höxter: Gericht entscheidet über Sicherungsverwahrung

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits am 24. Februar dieses Jahres einen entsprechenden Antrag gestellt, wie der zuständige Oberstaatsanwalt Ralf Meyer am Donnerstag (24. März) gegenüber der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Das Landgericht Münster hatte im September 2020 entschieden, dass der Mörder aus Höxter nicht vermindert schuldfähig sei – anders als es das Paderborner Landgericht in seinem ursprünglichen Urteil festgestellt hatte. Daraufhin wurde W. von einer Psychiatrie in den regulären Strafvollzug verlegt.

Wie der Oberstaatsanwalt erklärt, müssten nun zwei weitere psychiatrische Gutachten erstellt werden. Daraufhin entscheidet das Landgericht, ob Wildfried W. weiterhin als gefährlich eingestuft wird. Sollte dies zutreffen, käme er nach seiner elfjährigen Haftstrafe in die Sicherungsverwahrung. Diese ist rechtlich gesehen nicht als Strafe einzuordnen und dient dazu, die Allgemeinheit vor gefährlichen Täter wie den Mann aus Höxter zu schützen. Zudem ist sie zeitlich nicht begrenzt und kann theoretisch ein Leben lang verhängt werden. Die Sicherungsverwahrung wurde beispielsweise für den Kinderschänder aus Münster verhängt.

Startseite
ANZEIGE