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Haftbefehl erlassen

Verkehrskontrolle endet für 24-Jährigen im Gefängnis

Höxter

Als die Polizei in Höxter einen 24-Jährigen auf seinem E-Scooter kontrollierte, ahnten sie nicht, welche Wendung der Fall binnen kürzester Zeit nehmen würde.

Von Sohrab Dabir

Ein 24-Jähriger landete nach einer Verkehrskontrolle im Gefängnis. (Symbolbild) Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

Was mit einer harmlosen Verkehrskontrolle begann, entwickelte sich innerhalb weniger Minuten zu einem lebensgefährlichen Einsatz und führte einen 24-Jährigen am Ende ins Gefängnis. Am Sonntagabend (8. Mai) stoppte die Polizei in Höxter um 22.55 Uhr den Mann, der auf dem Berliner Platz mit einem E-Scooter unterwegs war.

Wie die Polizei berichtet, zeigte der Mann "drogentypische Ausfallerscheinungen", weshalb die Beamten einen Drogentest durchführten. Nachdem der Test ein positives Ergebnis angezeigt hatte, durchsuchten die Einsatzkräfte den Rucksack des 24-Jährigen und fanden dort knapp 212 Gramm Marihuana. Das entspricht einem Verkaufswert von etwa 2000 Euro.

Verkehrskontrolle in Höxter eskaliert: 24-Jähriger droht, sich umzubringen

Dann eskalierte die Situation in Höxter plötzlich. Der Mann warf sich auf den Boden, zückte ein Messer und drohte damit, sich das Leben zu nehmen. Mehrere Stunden lang mussten die Polizisten mit dem Mann verhandeln, bis dieser schließlich sein Messer niederlegte. In der Zwischenzeit hatten die Beamten noch Verstärkung hinzugeholt. Anschließend wurde der 24-Jährige in Gewahrsam gebracht und wenig später in eine Psychiatrie verlegt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Paderborn ordnete das Amtsgericht eine Hausdurchsuchung bei dem Mann an. Am nächsten Morgen fanden die Ermittler in dessen Wohnung 775 Gramm Amphetamine, 86 Gramm Haschisch und 33 Gramm Marihuana, was einem Verkaufswert von knapp 5000 Euro entspricht. Zudem stellten die Polizisten ein Butterfly- sowie ein Jagdmesser sicher. Wegen des unerlaubten Handels von Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen wird nun gegen den Verdächtigen ermittelt, der sich mittlerweile in Untersuchungshaft befindet.

*Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die kostenfreie Telefonseelsorge: 0800/1 11 01 11. Hilfe bietet auch der Krisendienst der Stadt Bielefeld: 0521/3 29 92 85.

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