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Impfzentrum Paderborn: Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Corona-Impfung

Das Impfzentrum für den Kreis Paderborn ist einsatzbereit. Bei owl24.de erhalten Sie die Infos rund um die Impfung, Adresse und Anfahrt sowie über Termine und Möglichkeiten für freiwillige Helfer.

Von Lea Sarah Wolfram

Paderborn/Salzkotten – Es gab mehrere Standorte, die für das Impfzentrum im Kreis Paderborn infrage gekommen waren – unter anderem der Flughafen Paderborn-Lippstadt sowie drei weitere, ausreichend große Gebäude im Kreisgebiet um Paderborn. Doch am Ende hatte sich Salzkotten als Standort durchgesetzt. Nun ist das Impfzentrum Paderborn fertiggestellt und einsatzbereit. Insgesamt gibt es sieben Impfzentren in Ostwestfalen-Lippe*. Bei owl24.de erfahren Sie mehr über die Adresse, Anfahrt, Öffnungszeiten, den Impf-Ablauf sowie über die Möglichkeit, als Helfer mit anzupacken.

KreisPaderborn
Bevölkerung:307.839 (Stand: 31. Dezember 2019)
Bundesland:NRW
Hauptstadt:Paderborn
Sehenswürdigkeiten:zum Beispiel Wewelsburg und Eggegebirge

Die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Impfzentrum Paderborn

  • Die Aufbauarbeiten im Impfzentrum des Kreises Paderborn konnten am 15. Dezember abgeschlossen werden.
  • Es wurde in der Stadthalle in Salzkotten errichtet.
  • Die Aufbauarbeiten begannen Ende November und konnten innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen werden.
  • In Zukunft können dort täglich bis zu 1000 Menschen aus dem Kreis Paderborn geimpft werden.
  • Auch mobile Teams sind im Einsatz.
  • Zuerst werden Menschen aus „vulnerablen Gruppen“ sowie medizinisches Personal und Pflegepersonal geimpft.
  • In diesem Artikel erhalten Sie weitere Informationen zu den sieben Impfzentren in Ostwestfalen-Lippe

Adresse und Anfahrt: Wo ist das Impfzentrum Paderborn untergebracht?

Das Impfzentrum des Kreises Paderborn ist in der Stadthalle in Salzkotten, auch „Sälzerhalle“ genannt, untergebracht. Die Adresse lautet Upsprunger Straße 1 in Salzkotten. Direkt vor dem Gebäude befindet sich ein Parkplatz.

Öffnungszeiten: Wann und in welchem Zeitraum wird im Impfzentrum Paderborn geimpft?

Die Impfzentren in NRW sollen von Montags bis Sonntags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr in Betrieb sein.

Wird im Kreis Paderborn nur im Impfzentrum in Salzkotten geimpft?

Zum Impfstart wurden im Kreis Paderborn mobile Teams eingesetzt, die Impfungen gegen das Coronavirus in Senioren- und Pflegeheimen durchführten. Dies wird auch weiterhin so gehandhabt. Da der Biontech-Wirkstoff aber nicht für Impfungen im privaten Bereich eingesetzt werden wird, werden Vorerkrankte und Pflegebedürftige, die nicht in Heimen leben, im Impfzentrum des Kreises Paderborn geimpft. Allerdings sollen in einer späteren Phase der Impfungen auch in Praxen niedergelassener Ärzte Schutzimpfungen durchgeführt werden.

Ab wann wird im Impfzentrum Paderborn gegen das Coronavirus geimpft?

Wann genau im Impfzentrum Paderborn der Betrieb aufgenommen wird, ist noch nicht sicher. Vermutlich wird es aber im Februar 2021 der Fall sein, wie NRW-Gesundheitsminister Karl Josef Laumann (CDU) ankündigte.

Wer wird zuerst gegen das Coronavirus im Impfzentrum Paderborn geimpft?

Zu Beginn der Impf-Phase werden zunächst Bewohner in Senioren- und Pflegeheimen, Menschen über 80 Jahren sowie Personal in Kliniken und Heimen mit dem Biontech-Impfstoff versorgt. In der nächsten Phase werden zudem Menschen mit Vorerkrankungen geimpft. Die Staatskanzlei NRW klärt über die Impf-Priorisierung auf, demnach erfolgt sie nach dieser Abstufung:

  • Höchste Priorität:
  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung, SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen.)(v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin)
  • Hohe Priorität:
  • Über 70-Jährige
  • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von über 80-Jährigen oder Bewohnern von Alten- Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt
  • Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind
  • Erhöhte Priorität:
  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und der Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

Wie werden Termine für das Impfzentrum Paderborn vergeben?

Termine für eine Corona-Schutzimpfung werden voraussichtlich über die allgemeine Hotline 116 117 vereinbart. Da das Impfzentrum Paderborn in Salzkotten noch nicht den Betrieb aufgenommen hat, können derzeit (Stand: 5. Januar) auch noch keine Termine vereinbart werden. Auch eine Vorab-Registrierung ist noch nicht möglich, wie der Kreis berichtet.

Wie erfahre ich, ob ich mich impfen lassen kann? Kann ich einfach so ins Impfzentrum Paderborn kommen?

Eine Impfung im Impfzentrum in Salzkotten erfolgt ausschließlich über eine Terminabsprache vorab. Dies betonte auch der Kreis Paderborn in einer Meldung Mitte Dezember: „Ohne Termin keine Impfung.“ Wer einen Termin vereinbaren darf, erfährt dies durch einen Brief des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS).

Wie ist das Impfzentrum in Salzkotten im Kreis Paderborn aufgebaut?

Das Impfzentrum des Kreises Paderborn, das in der Sälzerhalle in Salzkotten errichtet wurde, ist in mehrere Bereiche unterteilt. Am Eingang gibt es eine Anmeldung und einen Wartebereich. Für den Weg zu den zwölf getrennten Impfkabinen wurden sogenannte Impfstraßen ausgeschildert. In dem Gebäude befinden sich zudem ein Beobachtungsraum, eine Abmeldung, Besprechungsräume sowie ein größerer Bereich, in dem die Belehrung vor der Impfung durchgeführt wird. Der Kreis Paderborn hat einen Rundgang durch das Impfzentrum auf Video aufgenommen:

Wie läuft die Impfung im Impfzentrum Paderborn ab?

Der Ablauf im Impfzentrum Paderborn folgt klaren Vorgaben: Menschen, die erfolgreich einen Termin vereinbart haben, sollten zur entsprechenden Zeit in der Sälzerhalle eintreffen. Am Eingang wird dann zunächst eine Sicherheitsüberprüfung durchgeführt: Es wird geprüft, ob der Impf-Patient alle nötigen Unterlagen dabei hat (mehr dazu weiter unten) und es wird Fieber gemessen. Wer eine erhöhte Temperatur hat oder sonstige, akute Krankheitssymptome ausweist, wird nicht geimpft und erhält auch keinen Zutritt.

Ist der „Check-In“ erfolgreich, geht es weiter zur Anmeldung. Dort werden Aufklärungsbögen und Laufzettel der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) mit allen Stationen ausgegeben. Im sogenannten Aufklärungsbereich werden die Patienten dann über die Impfung und über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt. „Das ist uns ganz wichtig, die Menschen über den Gewinn der Impfung aufzuklären und genau zu erläutern, welche möglichen lokalen Nebenwirkungen auftreten können“, betont Dr. Gerhard Markus von der KV. Man setze hier auf völlige Transparenz.

Sind darüber hinaus noch weitergehende Fragen offen, können die Patienten in weiteren Räumen ein weiterführendes Gespräch zu den behandelnden Ärzten suchen. Die eigentliche Impfung findet dann in einer der 12 abgetrennten Impfkabinen statt, die im Impfzentrum in der Sälzerhalle eingerichtet wurden. Nach der Spritzung, die im Oberarm-Muskel erfolgt, sollen die Patienten noch etwa 30 Minuten im Beobachtungsbereich Platz nehmen. Dort kontrollieren die Ärzte, wie den Patienten die Impfung bekommt. Dahinter befinden sich dann sechs „Aus-Check-Schalter“ und der Ausgang.

Welcher Nachweis muss für eine Impfung vorgelegt werden?

Über die nötigen Nachweise, die für eine Corona-Impfung vorgelegt werden müssen, informiert das Land NRW:

Laut des Kreises Paderborn müssen folgende Unterlagen zum Impfzentrum in Salzkotten mitgebracht werden: „Terminbestätigung, Impfpass, medizinische Unterlagen (zum Beispiel Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentliste, falls vorhanden) und der Nachweis für die priorisierte Berechtigung zur Impfung. Dazu zählt beispielsweise auch der Personalausweis. Sollte der abgelaufen sein, macht das nichts für die Impfung. Nachgewiesen werden muss lediglich das Lebensalter.“

Welche Hygiene-Regeln gelten im Impfzentrum Paderborn?

Im Impfzentrum Paderborn gelten dieselben Hygienevorschriften, die sonst auch gelten: Wer das Zentrum betreten will, muss zwingend einen Mund-Nasenschutz tragen. Zudem ist der gewohnte Abstand zu anderen Menschen einzuhalten. Außerdem sollten Personen, die Krankheitssymptome verspüren, das Impfzentrum in der Sälzerhalle nicht betreten und gegebenenfalls einen neuen Termin vereinbaren.

Wer betreibt das Impfzentrum Paderborn?

Das Impfzentrum wird gemeinsam vom Kreis Paderborn und der Kassenärztlichen Vereinigungen betrieben. Dr. Gregor Haunerland von der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Verwaltungsbezirk Paderborn, zeichnet gemeinsam mit Dr. Gerhard Markus für die KV für die medizinische Leitung des Impfzentrums in Salzkotten verantwortlich. „Der Kreis Paderborn hat die Gesamtleitung und ist zuständig für den Aufbau und die Organisation, die Kassenärztliche Vereinigung für die gesamte medizinische Betreuung, die von der Terminkoordination über das Aufklärungsgespräch bis hin zur eigentlichen Impfung reicht“, wie der Kreis berichtet.

Jobs und Helfer: Können Interessierte freiwillig im Impfzentrum Paderborn aushelfen?

Wie das Land NRW mitteilt, können Freiwillige und Helfer die Arbeit in den Impfzentren unterstützen. Die Anmeldung dafür erfolgt online über das Freiwilligen-Register NRW.

Muss ich die Corona-Impfung bezahlen?

Nein, die Corona-Impfung ist für die BürgerInnen kostenlos – und zwar unabhängig von ihrem Versicherungsstatus. Der Bund zahlt den Impfstoff, die Länder die Spritzen, Kanülen und das weitere medizinische Material. Die restlichen Kosten werden zwischen Bund und Ländern aufgeteilt.

Gibt es eine Impfpflicht?

Nein, in Deutschland wurde bisher keine Impfpflicht beschlossen und es ist auch sehr unwahrscheinlich, dass noch eine Pflicht kommen wird.

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