1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Region
  4. >
  5. Detmold: Jahrelang Kinder missbraucht – Drei Täter legen Geständnisse ab

  6. >

Prozessauftakt am Landgericht Detmold

Jahrelang Kinder missbraucht: Alle drei Täter legen Geständnisse ab – Prozess in Detmold

Der Prozess um den jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz beginnt heute vor dem Landgericht in Detmold. Angeklagt sind drei Männer. Ihnen werden hunderte Straftaten vorgeworfen.

Von Isabell Waschkies

Der Prozess um den jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde am Landgericht in Detmold hat begonnen. Foto: picture alliance / dpa
  • Prozess beginnt in Detmold.
  • Zahlreiche Zuschauer und Journalisten vor Ort.
  • alle drei Täter legen Geständnisse ab.

Update vom 17. Juli. Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch soll heute ein erstes Urteil in Detmold gesprochen werden. Verhandelt wird gegen den 49-jährigen Heiko V. Er soll übers Internet zu den Taten angestiftet haben.

Update vom 27. Juni, 14.37 Uhr. Auch Heiko V. aus Stade, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen wurde, hat soeben ein Geständnis abgelegt. Außerdem: Bei dem 49-Jährigen, der aktuell in U-Haft sitzt, habe der psychologische Gutachter "keine pädophile Neigung" feststellen können.

Update vom 27. Juni, 13.32 Uhr. Nach den Geständnissen der beiden Hauptangeklagten aus Lügde und Steinheim könnte den Kindern eine Aussage am Landgericht in Detmold erspart bleiben. Der Prozess läuft heute bereits seit 9 Uhr. Fortgesetzt wird die Verhandlung am Freitag (28. Juni).

Update vom 27. Juni, 13.28 Uhr. Auch der zweite Hauptverdächtige, Mario S., hat ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er schäme sich für das, was er getan habe. Wenn er könnte, würde er diese Taten ungeschehen machen.

Update vom 27. Juni, 13.21 Uhr. Andreas V. hat vor dem Landgericht in Detmold ein psychologisches Gutachten abgelehnt. In so einem Gutachten lässt sich feststellen, ob eine pädophile Neigung vorliegt.

Update vom 27. Juni, 13.06 Uhr. Der Hauptangeklagte Andreas V. hat nach WB-Informationen in seiner Aussage sämtliche Taten gestanden. Er räumt knapp 290 Taten ein. Etwa 300 werden ihm vorgeworfen. Dazu äußern will er sich jedoch nicht weiter.

Update vom 27. Juni, 8.31 Uhr. Fürdas Landgericht Detmold, das kleinste in NRW, ist es ein außergewöhnliches Verfahren. Ein Mammutprozess. Für Gerichtssprecherin Dr. Melanie Rüter handelt es sich dabei um ein "sehr umfangreiches Verfahren".

  • 3 Angeklagte
  • 3 Verteidiger
  • 18 Nebenklagevertreter
  • 28 Nebenkläger
  • 2 Sachverständige
  • 53 Zeugen

Update vom 27. Juni, 8.23 Uhr. In etwas mehr als einer halben Stunde geht es los. Immer mehr Zuschauer tummeln sich in der Paulinenstraße in Detmold. Zahlreiche Journalisten warten schon seit 5 Uhr auf Einlass in den Gerichtssaal. Bild- und Tonaufnahmen sind im Saal verboten.

Justizmitarbeiter stehen am Eingang zum Gerichtssaal. Foto: Bernd Thissen/ dpa

Erstmeldung vom 27. Juni. Detmold – Der Prozess um den Missbrauchsfall Lügde beginnt am Donnerstag (27. Juni) vor dem Landgericht in Detmold. Angeklagt sind drei Männer. Über Jahre hinweg sollen die beiden Hauptangeklagten Andreas V. aus Lügde und Mario S. aus Steinheim 40 Kinder sexuell missbraucht oder auch vergewaltigt haben. Dritter Angeklagter ist ein 48-Jähriger aus Stade. Er soll zu mehreren Taten angestiftet haben.

Prozess in Detmold: Ein Geständnis erwartet

Prozessbeginn in Detmold ist um 9 Uhr. Laut Medienberichten will Mario S. am ersten Verhandlungstag ein Geständnis abgegeben und eine persönliche Ansprache halten. Das könnte Aussagen von einigen Zeugen überflüssig machen. Weiter sind für den ersten Prozesstag die Anklageverlesung – möglicherweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit – und Aussagen der Angeklagten vorgesehen.

Skandal sorgt bundesweit für Aufsehen – mehrere Zuschauer in Detmold erwartet

Es ist ein Mammutprozess, der auch die bundesweite Presse beschäftigt. Mehrere Zuschauer, Journalisten und mehr als 30 Prozessbeteiligte werden an der Paulinenstraße erwartet. Vor dem Landgericht Detmold wurden mehrere TV-Übertragungswagen geparkt. Einige Besucher warten schon seit 7 Uhr auf Einlass in den Sitzungssaal. Um die Sicherheit zu gewährleisten, sind mehrere Wachtmeister im Dienst.

Für den Prozess wurden, wie berichtet, zehn Termine angesetzt. 53 Zeugen wurden nach Detmold geladen. Am zweiten Verhandlungstag, Freitag, 28. Juni, könnten Kinder im Zeugenstand Platz nehmen. Übrigens: Drei Polizisten aus Detmold wurden nach der Sichtung des Beweismaterials dienstunfähig.

In einer anderen Strafsache hat ein Vater in Detmold sein Kind eingesperrt und brutal misshandelt. Der heute 34-jährige Mann muss sich ab Montag (25. November) vor dem Landgericht verantworten.

Startseite
ANZEIGE