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Urteil erwartet

Eigene Kinder vergewaltigt: Mutter muss ins Gefängnis

Kalletal/Detmold

Eine 32-Jährige stand am Dienstag vor Gericht: Sie soll ihre eigenen Kinder schwer missbraucht haben. Beim Prozessbeginn gab die Frau ein Geständnis ab.

Von Sohrab Dabir

Am Detmolder Landgericht erwartet eine Frau ihr Urteil wegen schweren Kindesmissbrauchs. (Symbolbild) Foto: Uwe Anspach/dpa

Update: 1. Februar, 16.15 Uhr. Das Landgericht Detmold hat das Urteil gegen die 32-Jährige aus Kalletal gesprochen. Die Frau muss wegen schweren sexuellen Missbrauchs für sechs Jahre und neun Monate hinter Gitter. Zuvor hatte sie eingeräumt, ihre Kinder vergewaltigt zu haben. 

Erstmeldung: 1. Februar, 15.45 Uhr. Einer vierfachen Mutter wird seit Dienstagvormittag (1. Februar) am Landgericht in Detmold der Prozess gemacht. Die 32-Jährige soll drei ihrer Kinder schwer missbraucht und die Taten gefilmt haben. Die Verlesung der Anklage fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

So soll die jüngste Tochter zum Tatzeitpunkt drei Jahre alt gewesen sein, zudem soll sie sich noch an zweien ihrer Söhne vergangen haben, von denen einer sechs Jahre alt war. Mehr als 100 Fotos der Taten soll die Frau aus Kalletal in der Zeit einem Mann aus Köln geschickt haben.

Missbrauch in Kalletal: Mutter der Angeklagten sagt vor Gericht aus

Laut Anklageschrift soll die 32-Jährige den Mann im Internet kennengelernt haben, anschließend soll dieser die Frau dazu gebracht haben, ihre eigenen Kinder zu missbrauchen. Der Kölner war am Dienstag als Zeuge zum Landgericht geladen, gegen ihn wird jedoch auch in einem gesonderten Verfahren ermittelt. Der Beschuldigte verweigerte vor Gericht die Aussage – die Mutter (54) der Angeklagten sagte jedoch aus.

Sie gab an, dass ihre Tochter bereits mit 15 Jahren das erste Mal schwanger geworden sei und vier Kinder von vier unterschiedlichen Männern bekommen habe. Anzeichen, dass sie ihre Kinder missbrauche würde, habe sie jedoch nie wahrgenommen. Eine Mitarbeiterin der Angeklagten sagte vor Gericht aus, dass die 32-Jährige bei alltäglichen und auch behördlichen Dingen Hilfe benötigte. Der Missbrauch an den Kindern soll während der Betreuungszeit durch das Jugendamt Lippe stattgefunden haben.

Das Jugendamt sei jedoch erst wieder ins Spiel gebracht worden, als es von der bevorstehenden Festnahme der Frau aus Kalletal im August 2021 erfahren habe. Die drei Kinder seien anschließend in die Obhut des Jugendamtes gekommen. Noch am Dienstag könnte das Urteil gegen die Mutter fallen.

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