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Corona

Kreis Warendorf fährt Impfzentrum wieder hoch – und steht vor großer Aufgabe

Ennigerloh

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen hat sich der Kreis Warendorf dazu entschieden, sein Impfzentrum wiederzuöffnen. Die Reaktivierung bringt jedoch eine große Hürde mit sich.

Von Sohrab Dabir

Im Kreis Warendorf wird das erste Impfzentrum wieder hochgefahren. (Archivbild) Foto: Paul Zinken/dpa

Ende September wurden sie geschlossen, nun werden einige von ihnen wieder geöffnet. Die Rede ist von Deutschlands Impfzentren, die zunächst, so schien es, ausgedient hatten. Doch die immer weiter steigende Zahl an Corona-Neuinfektionen und die noch schwache Impfquote im Land hat zum Umschwenken geführt.

So auch im Kreis Warendorf. Wie die Kreisverwaltung am Montag (15. November) bestätigte, wird das Impfzentrum in Ennigerloh wieder hochgefahren. "Wir unterstützen die niedergelassenen Ärzte gerne bei dieser wichtigen Aufgabe, damit wir gut geschützt durch Herbst und Winter kommen", erklärt Landrat Olaf Gericke. Vor allem die steigende Nachfrage nach der Booster-Impfung sei ein Grund für diesen Schritt gewesen.

Impfzentrum in Ennigerloh: Angespannte Personalsituation – Bundeswehr soll helfen

Niedergelassene Ärzte würden der großen Nachfrage nach Impfungen nicht mehr Herr werden, so Gericke weiter. "Auch wenn Ärztefunktionäre öffentlich das Gegenteil verlautbaren lassen." Innerhalb weniger Tage soll die Impfhalle auf dem Gelände der Abfallwirtschaftsgesellschaft wieder einsatzbereit sein.

Die Reaktivierung ist jedoch mit großem Aufwand verbunden – vor allem bei der Rekrutierung des notwendigen Personals. "Wir befinden uns in engem Austausch mit der Bundeswehr und erwarten von der Bundesregierung eine Unterstützung durch unsere Streitkräfte“, so Krisenstabsleiterin Petra Schreier zur angespannten Personalsituation.

Ab dem 27. November (Samstag) soll die Impfstelle in Ennigerloh jeden Samstag von 8 Uhr bis 20 Uhr (außer am 1. Weihnachtstag) geöffnet werden. Verabreicht werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech. Bis zu 500 Menschen pro Tag sollen geimpft werden können. Um Wartezeiten vor Ort zu verkürzen, richtet der Kreis Warendorf auf seiner Homepage bald ein Portal ein, auf dem Termine reserviert werden können.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes im Kreis richtete vor der Öffnung des Impfzentrums in Ennigerloh einen dringenden Appell an die Bürger. "Eine Impfung ist der beste Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf und einem Krankenhausaufenthalt. Egal ob beim Hausarzt, am Impfmobil oder an der Impfstelle: lassen Sie sich impfen!", so der dringende Rat an die bislang noch ungeimpften Menschen in der Region.

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