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Strafanzeige

ICE rast mit über 100 km/h auf Kinder zu – Lokführer erleidet Schock

Lengerich

Kurz bevor ein ICE in einen Tunnel fuhr, erkannte der Lokführer zwei Kinder, die sich auf dem Gleisbett befanden. Ein Junge täuschte einen Sprung vor den Zug an. 

In Lengerich wäre es beinahe zu einem tödlichen Unfall mit zwei Kindern gekommen. (Symbolbild) Foto: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Zwei Kinder begaben sich am Mittwoch (3. August) in höchste Lebensgefahr, als sie sich in Lengerich in einem Eisenbahntunnel aufhielten. Um 14.10 Uhr befuhr der ICE 611 von Hamburg nach München die Strecke im Münsterland und näherte sich mit etwa 110 km/h der Nordeinfahrt des Tunnels.

Der Lokführer bemerkte in diesem Moment, dass sich zwei Kinder, etwa im Alter von neun bis elf Jahren, auf dem Gleis befanden. Der Mann gab einen Achtungspfiff ab und leitete eine Notbremsung ein. Eines der Kinder, bekleidet mit einem schwarzen T-Shirt, habe sich laut Angaben der Bundespolizei daraufhin vom Gleis in Lengerich entfernt.

Lengerich: Junge täuscht Sprung aufs Gleis an – Lokführer unter Schock

Der andere Junge hingegen täuschte einen Sprung aufs Gleis an, als sich der ICE näherte. Verletzt wurde bei dem Vorfall in Lengerich zwar niemand, jedoch erlitt der Lokführer einen Schock und konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen. Die Zugfahrt endete daher außerplanmäßig in Münster. Weder die Polizei noch die Lokführer zweier nachfolgender Züge konnten die beiden Jungen in der Umgebung vorfinden.

Wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr leitete die Polizei daraufhin Strafanzeige ein. Wer Hinweise zu den beiden Kindern geben kann – der Junge, der den Sprung andeutete, trug ein grünes T-Shirt – meldet sich entweder bei der Bundespolizei in Münster (0800/68 88 000) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei eindringlich vor Gefahren durch den Bahnverkehr. Züge haben einen sehr langen Bremsweg und können nicht ausweichen. Zudem nähern sie sich nahezu lautlos und mit hoher Geschwindigkeit. Auch ohne die Oberleitungen zu berühren, können Personen durch Spannungsüberschläge sterben.

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