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200.000 Euro Schaden

Mann stirbt nach Wohnhausbrand – Polizei steht vor Rätsel

Leopoldshöhe

Nach einem Feuer in einem Wohnhaus in Leopoldshöhe schwebte ein Mann in Lebensgefahr. Er verstarb im Krankenhaus. Die Polizei Lippe äußerte sich nun zur Brandursache.

Von Dario Teschner

Die Kräfte der Feuerwehr aus dem Kreis Lippe löschen den Dachstuhlbrand in Leopoldshöhe. Foto: Feuerwehr Leopoldshöhe

Am Dienstagnachmittag (10. August) wurde die Feuerwehr Leopoldshöhe von der Leitstelle Lippe zu einem Dachstuhlbrand mit Menschenleben in Gefahr gerufen. Das Feuer war in einem Wohnhaus im Iltisweg im Ortsteil Bechterdissen ausgebrochen. Als die Rettungskräfte den Einsatzort erreicht hatten, fanden sie einen Mann (66) vor, der sich lebensgefährliche Verletzungen zugezogen hatte. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Weitere Bewohner befanden sich nicht mehr im Haus.

Lippe: Mann stirbt nach Wohnhausbrand in Leopoldshöhe

Die Feuerwehr Leopoldshöhe konnte sich voll und ganz auf die Löscharbeiten fokussieren. Unter Atemschutz gingen zwei Trupps in das Gebäude, um die Flammen zu löschen. Zeitgleich wurde das Feuer mit einer Drehleiter von außen bekämpft.

Das Vorgehen der Einsatzkräfte erwies sich als äußerst effektiv. Der Brand war innerhalb kürzester Zeit unter Kontrolle, berichtet die Feuerwehr. Zum Schluss mussten noch Glutnester geprüft und abgelöscht werden. Dafür wurde das Dach des Gebäudes in Leopoldshöhe-Bechterdissen (Ostwestfalen) abgedeckt. Das Brand-Haus ist aktuell nicht bewohnbar. Der 66-Jährige, der nach dem Unglück in Lebensgefahr schwebte, verstarb laut Polizei Lippe am Mittwoch (11. August) in einer Klinik. 

Leopoldshöhe: Polizei Lippe ermittelt Brandursache

Angehörige des Verstorbenen wurden nach dem Wohnhausbrand betreut.  "Die Kriminalpolizei hat die Brandstelle nach Abschluss der Löscharbeiten in Augenschein genommen. Die Brandermittler gehen davon aus, dass ein technischer Defekt brandursächlich war", teilte die Polizei Lippe am Donnerstagmittag (12. August) in einer Pressemitteilung mit.

Nach bisherigem Kenntnisstand war das Feuer am Kabel eines elektronischen Gerätes ausgebrochen. Der Vorfall in Leopoldshöhe gibt der Polizei Lippe jedoch noch Rätsel auf, denn bisher ist unklar, um was für ein Gerät es sich dabei gehandelt hat.  Aufgrund des erheblichen Sachschadens, der auf rund 200.000 Euro geschätzt wird, sei nach Angaben der Ermittler nicht mehr feststellbar, was den Brand letztendlich verursacht hat. Die Feuerwehr veröffentlichte auf ihrer Facebookseite Fotos vom Einsatzgeschehen:

Nach einem anderen Großeinsatz der Feuerwehr im Münsterland ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. In Bocholt wurde eine Mordkommission eingerichtet, die klären soll, wie es zu dem Brand eines Mehrfamilienhauses an der Markgrafenstraße gekommen war. Die Ermittler schließen nicht aus, dass das Feuer am späten Mittwochabend vorsätzlich gelegt worden war und die Täter dadurch bewusst Menschenleben gefährdeten.

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