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Nach Impfgipfel

Endet der Lockdown im Februar? Merkel: „Haben noch nicht die Kontrolle über das Virus“

Nach dem Impfgipfel sprach Kanzlerin Merkel in einer ARD-Sendung über die Ergebnisse. Dabei ging es auch um den Lockdown und um Konsequenzen für Impfverweigerer.

Von Stefanie Masuch

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trat am Dienstag (2. Februar) in der ARD-Sendung „Farbe bekennen“ auf. Einen Tag nach dem Impfgipfel stellte sie sich den Fragen der Journalisten Tina Hassel und Rainald Becker. Dabei ging es hauptsächlich um den Umgang mit dem Coronavirus in Deutschland und den angekündigten Impfplan.

Angela Merkel weist Kritik an Impfstrategie in Deutschland zurück

Von öffentlicher Seite wurde mehrfach kritisiert, dass in Deutschland zu wenig Impfstoff bestellt wurde. Angela Merkel ging im ARD-Gespräch auch auf dieses Thema ein. Im Großen und Ganzen sei nichts schiefgelaufen, betonte die Kanzlerin. Im Gegensatz zu England habe man sich in Deutschland gegen eine Notzulassung des Impfstoffs entschieden.

In Großbritannien war der Impfstoff der Firma AstraZeneca innerhalb eines Tages zugelassen worden. Daraus resultierte, dass in England bereits rund zehn Millionen Menschen geimpft werden konnten, während die Zahl in Deutschland gerade mal bei rund zweieinhalb Millionen liegt. Kanzlerin Angela Merkel hält die gründliche Testung, die für alle mRNA-Impfstoffe gegen das Coronavirus vorgenommen wurde und weiterhin wird, jedoch trotzdem für sinnvoll.

Lockdown in Deutschland bis zum Sommer? Das sagt Angela Merkel

Im ARD-Gespräch äußerte Merkel sich außerdem dazu, wie es in den kommenden Monaten in Deutschland weitergehen kann. Offiziell endet der Lockdown mit dem 14. Februar. Ob es dabei jedoch bleibt, oder beim nächsten Corona-Gipfel eine erneute Verlängerung der Maßnahmen beschlossen wird, ist noch nicht abzusehen.

Der Inzidenzwert in Deutschland liegt derzeit dauerhaft unter 100. Diesen Umstand lobte Merkel in der ARD-Sendung. Sie gab jedoch zu bedenken: „Damit haben wir noch nicht wieder die Kontrolle über das Virus“. Deshalb bat sie alle Bürger darum, noch etwas durchzuhalten. Wann der Lockdown beendet werden kann, hängt vor allem von den Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie der Lage auf den Intensivstationen ab.

Angela Merkel im ARD-Interview: Diese Konsequenzen drohen Impfverweigerern

Derweil sind die Impfzentren im Münsterland und in ganz Deutschland bereit, Patienten zu empfangen. Lediglich der Impfstoff fehlt mancherorts noch – auch die Terminvergabe war in der Anfangsphase von Pannen behaftet. In wenigen Tagen soll der Betrieb dort jedoch aufgenommen werden können.

Nicht alle Bürger in Deutschland haben jedoch vor, sich die bedeutsame Spritze verabreichen zu lassen. Für Impfverweigerer soll es jedoch Konsequenzen geben, sagt Angela Merkel im ARD-Gespräch. „Dann muss man vielleicht Unterschiede machen und sagen: Wer das nicht möchte, der kann bestimmte Dinge vielleicht nicht machen“. So sei es denkbar, dass Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus immunisieren lassen wollen, möglicherweise keine Reisen ins Ausland unternehmen können. Der Ticketverkäufer Eventim kündigte zudem an, künftig vor dem Einlass den Impfnachweis prüfen lassen zu wollen.

Lindner übt Kritik an Merkel-Aussagen: Impfen läuft „nicht gut“

Kritik bekam Angela Merkel nach ihrem Interview von FDP-Politiker Christian Lindner: „In den Augen der Bevölkerung läuft das Impfen nicht gut“, sagte er bei „Bild live“. Er forderte schon vor dem Impfgipfel mit der Bundeskanzlerin, dass der Lockdown trotz der langsamen Impfung vor dem Sommer aufgehoben werden müsse. Zudem schlägt er zusätzlich zu den bereits verpflichtenden FFP2-Masken Maßnahmen wie etwa Luftreiniger vor.

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