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Steigende Pegelstände

Hochwasser-Gefahr gebannt? So entwickelt sich der Pegelstand an der Weser

Minden

Das Hochwasser an der Weser bei Minden hat für Straßensperrungen gesorgt. Sinkt der Pegelstand des Flusses nicht, drohen weitere Sperrungen.

Von Dario Teschner

Hochwasser: Minden und andere Städte entlang der Weser bereiten sich auf weiter steigende Pegelstände vor. Foto: Stadt Minden

Update: 23. Februar, 7.44 Uhr. Der Pegelstand der Weser hat seinen Höhepunkt offensichtlich erreicht. In Porta Westfalica ist der Wasserstand in der Nacht zu Mittwoch zurückgegangen. Er beträgt nun rund 4,94 Meter. Weitere Sperrungen aufgrund des Hochwassers sind hier wohl vorerst nicht zu erwarten. 

Die Parkplätze Schlagde und Kanzlers Weide in Minden bleiben wegen des aktuellen Weser-Pegels aber noch gesperrt. Auch die Radwege entlang des Flusses bei Petershagen, Minden und Bad Oeynhausen sind weiterhin von der Sperrung betroffen.

Erstmeldung: 22. Februar, 12.36 Uhr. Entlang der Weser bereiten sich die Städte und Kommunen auf weiter steigende Pegelstände vor. In Minden kam es bereits zu ersten Sperrungen. Der Großparkplatz Kanzlers Weide musste wegen des Hochwassers gesperrt werden und das Corona-Testzentrum wurde vorsorglich abgebaut. 

"Wer einen Corona-Test braucht, sollte auf das Testzentrum am Johannes Wesling Klinikum ausweichen", erklärte Christian Busse, Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken (MKK). Sturmtief "Zeynep" und ihre Vorgängerinnen haben neben den orkanartigen Böen auch für jede Menge Niedeschlag gesorgt. Der viele Regen hat die Pegel vieler Bäche und Flüsse stark ansteigen lassen.

Hochwasser-Gefahr: Minden orientiert sich an Weser-Pegelstand bei Porta Westfalica 

Am Montagabend (21. Februar) lag der Weser-Pegel bei Porta Westfalica bei 5,03 Meter. Damit ist der Wasserstand hier aktuell rund zweieinhalb Meter höher als normal, wie die Stadt Minden mitteilte. Radwege entlang der Weser sowie an der Werre sind teilweise bereits seit Sonntag (20. Februar) gesperrt. Auch der Parkplatz Schlagde wurde wegen Hochwasser-Gefahr vorsorglich geschlossen. Weitere Sperrungen können derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Flussaufwärts ist die Weser ab Minden nicht mehr schiffbar. Bereits ab einem Wasserstand von 4,80 Meter muss der Verkehr laut Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) eingeschränkt werden. Das städtische Ordnungsamt sowie die Feuerwehr weisen darauf hin, dass neben der Weser auch der parallel zur Hausberger Straße verlaufende Wegeseitengraben von dem Hochwasser betroffen ist. Verkehrsteilnehmer sollten daher auf Parkplätze in der Innenstadt ausweichen, die sich außer Reichweite des Wassers befinden.

Minden: "Fachgruppe Hochwasser" rechnet weiter mit steigendem Weser-Pegel

Die städtische "Fachgruppe Hochwasser" wurde von der Berufsfeuerwehr Minden einberufen, um über weitere Schritte zu beraten. "Nach einer aktuellen Prognose soll der Hochwasserpegel in Minden in den nächsten beiden Tagen weiter steigen", berichtete der stellvertretende Feuerwehrleiter, Dr. Sven Solyntjes. Weil neben den Zuflüssen auch der andauernde Regen Wasser in die Weser bringt, ist eine konkrete Vorhersage derzeit kaum möglich. 

"Wir werden den Pegelstand weiter kontinuierlich beobachten", kündigt Solyntjes an. Weitere Sperrungen in Minden wären spätestens ab einem Wasserstand von 5,80 Metern unumgänglich. Die Hausberger Straße und die Weserpromenade müssten dann gesperrt werden. Ab einem Pegel von 6 Metern würden weitere Verkehrswege folgen, wie etwa der Bereich rund um den Meißener Bruch. 

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