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Zwei Einsätze innerhalb 24 Stunden

Mann gibt mehrere Schüsse ab – Polizei muss ausrücken

Minden

Aus zwei unterschiedlichen Wohnhäusern in Minden sind innerhalb von 24 Stunden mehrere Schüsse abgefeuert worden. Als die Polizei sich einem der Schützen näherte, wurde dieser aggressiv.

Von Dario Teschner

In Minden hat ein Mann von seinem Balkon mehrere Schüsse abgegeben und so einen Polizeieinsatz ausgelöst (Symbolbild). Foto: Patrick Seeger/Carsten Rehder/dpa (Fotomontage: hallo24)

Am Samstag (10. Juli) rückten die Einsatzkräfte der Polizei Minden-Lübbecke wegen eines mutmaßlichen Schusswaffengebrauchs aus. Den Ermittlern wurden am späten Abend mehrere Schüsse aus dem Fenster eines Wohnhauses an der Prinzenstraße gemeldet. Eine Streifenwagenbesatzung machte sich daraufhin auf den Weg, um den Vorfall im Stadtteil Rechtes Weserufer in Minden zu untersuchen.

Minden: Polizei nimmt Schützen fest

Nachdem die Ermittler den Einsatzort in Ostwestfalen erreicht hatten, trafen sie an der betroffenen Wohnung auf einen mutmaßlich alkoholisierten Mann (45), der leicht bekleidet war. "Dieser zeigte sich den Beamten gegenüber uneinsichtig und leistete Widerstand", heißt es in der Meldung der Polizei Minden-Lübbecke. 

Der 45-Jährige war nicht zu beruhigen, weshalb die Polizisten ihm Handschellen anlegen mussten. Anschließend kam der Mindener in Polizeigewahrsam. Kooperieren wollte der Mann aber auch auf der Wache nicht. Er stritt ab, mit einer Pistole geschossen zu haben. Doch in seiner Wohnung fanden die Ermittler nicht nur die mutmaßliche Tatwaffe – eine schussbereite Schreckschusspistole samt Munition – sondern auch eine geringe Menge Betäubungsmittel.

Minden: Polizei muss zweimal wegen Schussabgaben ausrücken

Die Beamten beschlagnahmten das Beweismaterial und leiteten gegen den 45-Jährigen aus Minden ein Ermittlungsverfahren ein. Bereits 24 Stunden zuvor war die Polizei zu einem ähnlichen Fall gerufen worden. Am Freitag (9. Juli) soll im Stadtteil "Bärenkämpen" ein Mann (36) von seinem Balkon mehrere Schüsse abgefeuert haben. Verletzt wurde dabei niemand. 

Gegenüber der Polizei gab der 36-jährige Mindener zu, mit einer Schreckschusswaffe hantiert zu haben. "Auch die Schussabgaben räumte er ein. Dazu sagte der Mann, er habe Frust ablassen wollen", so die Polizei. In seiner Wohnung wurden weitere Waffen sichgestellt, darunter Munition, zwei Luftgewehre und zwei Messer. Wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen des Verdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung, wurde auch gegen ihn ein Ermittlungsverfahren auf den Weg gebracht. 

Eine heftige Explosion riss zudem nahe der niedersächsischen Grenze einige Anwohner aus dem Schlaf. In der Nacht von Montag auf Dienstag (12./13. Juli) hatten Unbekannte einen Geldautomaten der Sparkasse in Rödinghausen (Kreis Herford) gesprengt. Die Polizei fahndet nach den Tätern.

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