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Recker vor Gericht

Missbrauch von 5-Jährigem gefordert? Prozess in Münster gestartet

Münster/Recke

Ein Mann aus dem Kreis Steinfurt soll eine Bekanntschaft dazu gedrängt haben, ihren eigenen Sohn zu missbrauchen. Nun begann die Verhandlung in Münster.

Von Sohrab Dabir

Ein 35-Jähriger aus Recke soll den Missbrauch eines Jungen gefordert haben. (Symbolbild) Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild

Ein 35-Jähriger aus Recke (Kreis Steinfurt) steht wegen Anstiftung zum sexuellen Missbrauch eines Kindes vor Gericht. Der Mann soll im Internet eine Frau in Litauen kennengelernt und sie in der Zeit von Juli bis Dezember 2020 dazu gedrängt haben, ihren eigenen Sohn zu missbrauchen.

Laut Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Münster sei die Frau der Forderung nachgekommen und verging sich an dem Fünfjährigen. Von den Taten soll die Frau Fotos gemacht und dem Recker geschickt haben. Teilweise soll er auch per Live-Videochat zugeschaltet gewesen sein. Beim Prozessauftakt am Mittwoch (20. Oktober) hielt sich der Angeklagte zu den Vorwürfen noch bedeckt.

Missbrauchsprozess in Münster: Recker schweigt zu Vorwürfen

Der 35-Jährige wollte am Landgericht Münster zur Sache keine Angaben machen. Ob er sich im Laufe des Prozesses, der bislang auf drei Verhandlungstage angesetzt ist, zu den Vorwürfen äußern wird, ist noch unklar. Der Beschuldigte soll jedoch nicht nur die Litauerin, die in einem speraten Verfahren verfolgt wird, zum Kindesmissbrauch angestiftet haben.  

Während eines Besuchs in Litauen soll er den Fünfjährigen ebenfalls missbraucht haben. Des Weiteren geht die Staatsanwaltschaft Münster davon aus, dass der 35-Jährige kinderpornografgische Bilder besessen und hochgeladen hat. Am 29. Oktober wird der Prozess fortgesetzt – ein Urteil wird für den 4. November erwartet.

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