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  5. Ein 27-Jähriger Mann aus Köln muss wegen schwerer räuberischer Erpressung, Körperverletzung und Diebstahls für über vier Jahre ins Gefängnis.

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Mann hat Spielhallenanaufsicht in Sendenhorst überfallen

Nach Gewaltexzess: 27-Jähriger muss ins Gefängnis

Zwei Jahre ist es her, dass ein Mann aus Köln eine Spielhallenaufsicht in Sendenhorst überfiel. Gestern folgte das Urteil durch die Dritte Große Strafkammer am Landgericht Münster: Der Täter muss für sein Verbrechen einige Jahre einsitzen.

Von Lea Sarah Wolfram

Für seine taten muss der 27-Jährige lange einsitzen. Foto: alswart - Fotolia

Sendenhorst – 21. Juni 2016: 180 Euro hatte der Angeklagte in der Spielhalle in der Hoetmarer Straße verspielt – davon stammten nur 30 aus eigener Tasche, 150 Euro waren geliehen. Weil der 25-Jährige nun komplett abgebrannt war, fasste er einen fatalen Schluss: Er wollte sich das Geld von der Spielhalle wiederholen. Auch mit Gewalt. Und das bekam eine Angestellte der Spielhalle zu spüren.

Die Strafkammer war von er Schuld des Angeklagten aus Köln überzeugt. Das Urteil: Freiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten wegen schwerer räuberischer Erpressung, Körperverletzung und Diebstahls. Der Verteidiger habe zuvor um eine "milde Strafe" gebeten, berichtet die WN.

Er schlug ihr mit der Faust ins Gesicht

Nach Ladenschluss lauerte der Täter der damals 26-jährigen Spielhallenaufsicht auf. Sie war alleine. Als sie in ihr Auto stieg, riss der Täter ihre Autotür auf und schlug ihr ins Gesicht, so die Überzeugung des Gerichts. Er bedrohte sie mit einem Pflasterstein und zwang sie so, die Spielhalle aufzuschließen.

Dabei ging der Alarm los und Rauchbomben zündeten im Inneren des Gebäudes. Während sich die Angestellte in der Toilette der Spielhalle vor dem Täter verschanzte, schlug dieser auf dem Parkplatz die Scheibe ihrer Autotür ein. Er klaute 200 Euro und das Handy der Frau, das er später verkaufte. Erst im Dezember 2017 wurde er gefasst und saß bis zur Verhandlung in U-Haft.

Geständnis und Reue vor Gericht

Vor Gericht gab der heute 27-Jährige die Taten zu – doch geplant habe er sie nicht. Er habe die Geschädigte zwar bedroht, aber nicht absichtlich geschlagen. Er wollte ihr lediglich den Mund zuhalten, um sie am Schreien zu hindern.

Bis heute leide das Opfer an den Folgen des Überfalls: Sie sei traumatisiert und könne wegen des Schlags auf die Nase nicht richtig atmen. Und weil sie nicht mehr arbeiten könne, hätte sie auch finanzielle Schwierigkeiten. Da brachten auch Entschuldigung und Reue des Täters nicht mehr viel.

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