1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Region
  4. >
  5. Neubeckum: 48-Jähriger zündete Haus an, in dem sich 2-Jährige befand

  6. >

Mordkommission ermittelt

Er wollte seine Familie töten: 48-Jähriger in Untersuchungshaft

Neubeckum

Ein Mann hatte versucht, sein Elternhaus anzuzünden. In dem Gebäude hatte sich zu dem Zeitpunkt auch ein zwei Jahre altes Kind aufgehalten.

Von Sohrab Dabir

Die Mordkommission der Polizei ermittelt zu einem Vorfall in Neubeckum. (Symbolbild) Foto: Silas Stein/dpa

Update: 20. April. Zwei Tage, nachdem ein 48-Jähriger in Neubeckum versucht hatte, sein Elternhaus anzuzünden und dabei mehrere Personen verletzt hatte, sitzt der Beschuldigte nun in Untersuchungshaft. Die weiteren Ermittlungen der Mordkommission in Münster hatten ergeben, dass dem Mann bewusst war, dass sich in dem Haus seine Eltern, sein Bruder sowie dessen zweijähriges Kind befunden hatten, als er dieses in Brand setzen wollte.

"Er wird beschuldigt, das Haus seiner Eltern, mit der Absicht, die anwesenden Personen töten zu wollen, angezündet zu haben", erläutert Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Ein Richter folgte am Dienstag (19. April) dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl wegen versuchten Mordes, besonders schwerer Brandstiftung mit versuchter Todesfolge und gefährlicher Körperverletzung gegen den 48-Jährigen. Dieser hat sich zu den Vorwürfen bislang noch nicht geäußert.

Erstmeldung: 19. April. Ein 39-Jähriger ist im Zuge einer Auseinandersetzung unter Familienmitgliedern schwer verletzt worden. Nun hat die Mordkommission in Münster die Ermittlungen aufgenommen.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge erschien am Ostermontag (18. April) ein 48-Jähriger am Einfamilienhaus seiner Eltern in Neubeckum im Kreis Warendorf und goss eine brennbare Flüssigkeit auf die Haustür. Diese Flüssigkeit habe auch den Bruder (39) getroffen, der am Eingang gestanden hatte.

Neubeckum: Täter setzt Bruder in Brand und flüchtet

Anschließend zündete der Tatverdächtige die Flüssigkeit an, woraufhin neben der Tür auch der 39-Jährige Feuer gefangen hatte. Der alkoholisierte Beschuldigte ergriff daraufhin die Flucht, konnte jedoch kurze Zeit später von der Polizei in seiner Wohnung festgenommen werden. "Nach den ersten Ermittlungen sind die Gründe der Tat in familiären Streitigkeiten zu finden", erläutert der Leiter der Mordkommission zum Vorfall in Neubeckum.

Der 39-Jährige erlitt schwere, jedoch keine lebensgefährlichen Verletzungen und wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Der Vater des Verdächtigen wurde mit einer Rauchgasvergiftung ebenfalls in eine Klinik eingeliefert, auch die Mutter verletzte sich bei dem Vorfall in Neubeckum leicht. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Startseite
ANZEIGE