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Covid-19

Niederlande kippen alle Corona-Regeln

Ab dem 19. März sollte in Deutschland ein Großteil der Corona-Regeln fallen. Die anhaltenden Rekord-Infektionen und hohen Inzidenzen lassen den Plan bröckeln. Die Nachbarn aus den Niederlanden gehen jedoch sogar noch einen Schritt weiter.

Von Sven Haverkamp

Die Niederlande beendet bald alle Corona-Einschränkungen (Symbolbild). Foto: Ana Fernandez/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa/Archivbild

Die deutsche Regierung schickt die Gefühle der Bevölkerung einmal mehr auf eine Achterbahnfahrt. In einem Anflug von Euphorie beschlossen Bund und Länder im Februar, dass fast alle Corona-Maßnahmen nach dem 19. März wegfallen sollten.

Darunter fallen unter anderem Zugangsbeschränkungen für Großveranstaltungen, 2G und 3G-Nachweise und die Maskenpflicht im Einzelhandel und der Gastronomie. Laut Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sollte Deutschland damit einen "großen Schritt zurück zur Normalität" machen. Doch die Euphorie verpuffte schnell angesichts der wütenden Omikron-Welle, die Deutschland Rekordinzidenzen am laufenden Band beschert. Die Kritik am "Freedom Day" wurde immer lauter. Nun rudern viele Bundesländer zurück.

Niederlande beendet Corona-Maßnahmen: Was bedeutet das für NRW?

Die Niederlande, die unmittelbar an NRW angrenzen, scheinen diese Bedenken nicht zu haben. Trotz einer landesweiten Inzidenz von 2500 werden ab dem 23. März alle Corona-Beschränkungen fallen – zum Beispiel auch die Quarantänepflicht für Inzifizierte und die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch eine Testpflicht vor Großveranstaltungen entfällt.

Bereits vor einigen Wochen wurde ein Großteil der Regeln in den Niederlanden aufgehoben. Obwohl seitdem die Neuinfektionen wieder stark angestiegen sind, verkündete der niederländische Gesundheitsminister Ernst Kuipers den Beschluss am Dienstag (15. März). NRW hingegen hat, viele weitere Länder, angekündigt, die bestehenden Regelungen bis zum 2. April zu verlängern. Für das weitere Vorgehen nach dem 20. März sind dann die Bundesländer selbst verantwortlich.

Da bekanntermaßen ein reger Tourismus zwischen NRW und den Niederlanden besteht, könnte es durchaus passieren, dass viele Deutsche es sich im regelfreien Nachbarland gutgehen lassen und das Virus mit zurück nach Hause bringen. Dies könnte einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen mitsich bringen. Möglich also, dass die Zahlen in NRW kontinuierlich höher bleiben als anderswo und die Regeln somit länger aufrecht erhalten werden müssen.

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