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Sperrstunde für drei Wochen

Niederlande planen neuen Lockdown: Für Reisende drohen Einschränkungen

NRW

Die Niederlande stehen laut Medienberichten vor einem Teil-Lockdown. Schon ab Samstag drohen Einschr

Von Dario Teschner

Die Niederlande planen einen erneuten Lockdown (Symbolbild). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Die Niederlande verzeichneten bei den täglichen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag (11. November) einen neuen Höchstwert von über 16.364 Fällen. Um die zugespitzte Lage auf den Intensivstationen in den Griff zu bekommen, plant das Nachbarland offenbar, das öffentliche Leben für mindestens drei Wochen wieder herunterzufahren. 

Die Politiker beraten am Freitag (12. November) über einen neuen Teil-Lockdown, der unter anderem eine Sperrstunde sowie strengere Kontaktbeschränkungen vorsieht, berichten niederländische Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Im Tagesverlauf will die geschäftsführende Regierung über die neuen Corona-Maßnahmen entscheiden. Ein paar Punkte sickerten jedoch bereits durch. 

Niederlande vor Teil-Lockdown: So könnten die Corona-Regeln aussehen

Die niederländische Regierung im Catshuis berät angesichts der immer weiter steigenden Corona-Zahlen über strengere Regeln, die schon am Samstag (13. November) in Kraft treten könnten. Auch über die Einführung der 2G-Regel für Gaststätten, Kultureinrichtungen und Sport-Events wird diskutiert. Politiker in Deutschland fordern derzeit sogar 2G+. Entschieden wurde noch nichts. Sollte es jedoch tatsächlich zu einem Teil-Lockdown kommen, drohen dem NRW-Nachbar diese Corona-Regeln:

  • Gaststätten (wie Restaurants, Bars und Kneipen) sowie die meisten Geschäfte müssten um 19 Uhr schließen.
  • Kontakte sollen reduziert werden. Bürgern wird demzufolge empfohlen, nur noch höchstens vier Besucher zu Hause zu empfangen.
  • Die Einhaltung eines Abstands von 1,5 Metern soll gesetzlich verankert werden und längerfristig verbindlich sein.
  • Sportveranstaltungen müssten auf Publikum verzichten.
  • Einrichtungen wie Kinos und Theater bleiben geöffnet. Jedoch müssen Besucher einen Impfnachweis oder einem negativen Corona-Test vorzeigen. 

Obwohl bereits mehr als 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind, weisen die Niederlande derzeit eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 500 auf - etwa doppelt so hoch wie bei uns. Mit über 50.000 neuen Corona-Fällen in Deutschland stieg jedoch auch hierzulande die Inzidenz auf einen neuen Rekordwert, der inzwischen weit über der 200er Marke liegt. 

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in die Niederlande

Mit Ausnahme von den Regionen Aruba, Curaçao und St. Maarten warnt das Auswärtige Amt aktuell vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande. Deutschlands Nachbarland gilt in weiten Teilen als Hochrisikogebiet. Für Ein- und Ausreisende gelten daher bestimmte Corona-Regeln. 

Die Niederlande unterscheiden zwischen "Hochrisikogebieten" und „Sehr-Hochrisikogebieten“. Zusätzlich richten sich die jeweiligen Einreiseanforderungen nach einem Farbschema (grün, gelb, orange, rot). Bei Einreise aus einem Hochrisikogebiet ist ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorzuzeigen. Bei Einreise aus einem "Sehr-Hochrisikogebiet" kann für Genesene und Geimpfte ein zusätzlicher Test notwendig sein. Weitere Informationen zum Thema Reisen in die Niederlande erhalten Sie auf der Internetseite des Auswärtigen Amts.

Lockdown-Entscheidung könnte am Abend verkündet werden

Mit einem Teil-Lockdown von drei Wochen würde das Kabinett weiter gehen als die zwei Wochen, die ein Expertengremium empfohlen hatte. Für den Freitagabend ist eine Pressekonferenz angekündigt, in der dann wohl die Beschlüsse des niederländischen Kabinetts erläutert werden sollen. Die Lage, vor allem auf den Intensivstationen, ist so angespannt, dass Krankenhäuser bereits vor dem Notzustand warnten und ein Schreiben an das Gesundheitsministerium richteten.

Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland, das direkt an die Niederlande grenzt, reagierte angesichts des starken Infektionsgeschehens ebenfalls. NRW passte die Corona-Schutzvorordnung kurz vor Karneval an und erließ strengere Regeln, die vor allem Ungeimpfte betreffen.

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