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Corona

Keine Inzidenzstufen mehr in NRW: Ab Freitag greift die 3G-Regel

Düsseldorf

Karl-Josef Laumann spricht von einer "Zeitenwende": Ab Freitag gelten in NRW neue Corona-Regeln, die den Zugang zu Bereichen des öffentlichen Lebens regeln.

Von Sohrab Dabir

Karl-Josef Laumann (CDU), nordrhein-westfälischer Gesundheitsminister, stellte am Dienstag die neuen Corona-Regeln vor. Foto: Jonas Güttler/dpa

Nordrhein-Westfalen verabschiedet sich zum Ende dieser Woche vom Inzidenzstufen-Modell. Dieses hatte bislang geregelt, welche Maßnahmen eine Stadt oder eine Kommune ergreifen muss. Ab Freitag (20. August) gilt nur noch die 3G-Regel.

Das bedeutet: Ab sofort erhalten nur noch geimpfte, genesene und getestete Personen Zutritt zu Bereichen des öffentlichen Lebens. Dies verkündete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag (17. August) in Düsseldorf und sprach dabei von einer "Zeitenwende" im Kampf gegen die Corona-Pandemie. 

In diesen Bereichen gilt in NRW die 3G-Regel

Das Land NRW gehe den Schritt mit, so Laumann, dass der Staat "den geimpften Menschen keine Verhaltensregeln mehr machen darf". Die 3G-Regel gilt ab einer Inzidenz von 35 – in Münster liegt sie derzeit bei 36,8. In Bielefeld sogar über 73. Der Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines Tests gilt dabei in folgenden Bereichen:

  • Veranstaltungen in Innenräumen
  • Sport in Innenräumen
  • Innengastronomie
  • Körpernahe Dienstleistungen, zum Beispiel Friseur
  • Beherbergung
  • Großveranstaltungen im Freien (ab 1000 Personen)

Unabhängig von der 3G-Regel besteht in NRW in Innenräumen, im Einzelhandel sowie im öffentlichen Bahnverkehr weiterhin die Maskenpflicht. "Im Außenbereich gilt sie nur noch, wenn es sich um Großveranstaltungen oder Menschenansammlungen in Warteschlangen handelt“, erklärte Karl-Josef Laumann.

Besondere Regeln für Tanzveranstaltungen in NRW

Verschärfte Regeln gelten für Bereiche, in denen das Risiko einer Mehrfachansteckung besonders groß ist – zum Beispiel in Diskotheken, auf Hochzeiten und anderen Tanz-Veranstaltungen. Hier müssen Menschen, die weder geimpft, noch genesen sind, einen PCR-Test vorweisen. Ein Antigen-Schnelltest reicht hierfür nicht aus. "Gleiches gilt bei sexuellen Dienstleistungen", betonte der NRW-Gesundheitsminister. Ab dem 11. Oktober müssen alle ungeimpften Menschen ihren Corona-Test jedoch selber bezahlen.

In NRW beträgt die 7-Tage-Inzidenz derzeit 58,8. Vollständig geimpft sind bundesweit bislang fast 58 Prozent der Bürger, etwa 60 Prozent sind es in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl könnte sich bald schon weitaus erhöhen: Die Stiko hat am Montag allen Jugendlichen die Corona-Impfung empfohlen. Des Weiteren kündigte Laumann an, dass alle Personen, die einen Vektor-Impfstoff wie Astrazeneca und Johnson & Johnson verabreicht bekommen haben, ab September eine Auffrischung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

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