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Corona

"Das Virus kennt keine Regierungspause": NRW plant weitere Einschränkungen

Im Zuge steigender Corona-Zahlen will das Land NRW offensichtlich bald handeln und weitere Maßnahmen einführen. Dies könnte vor allem Großveranstaltungen treffen.

Von Sohrab Dabir

Volle Stadien in NRW angesichts steigender Inzidenzen sorgte für Unverständnis. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

50.000 Fans feierten am Samstag (27. November) den 4:1-Erfolg des 1. FC Köln über Borussia Mönchengladbach im eigenen Stadion – zeitgleich steigen die Corona-Zahlen seit Wochen stetig an. Während Bayern kürzlich die Maßnahmen im gesamten Bundesland bereits verschärft hatte, hielt sich NRW bislang noch zurück. Doch das könnte sich bald ändern.

Am Dienstag (30. November) will das Landeskabinett über weitere Einschränkungen in NRW beraten, wie die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) aus Regierungskreisen erfuhr. "Wir können nicht warten, bis ein neuer Kanzler gewählt wird. Daher braucht es diese Abstimmung in den nächsten Tagen – am besten schon morgen", betonte Hendrik Wüst, Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) und NRW-Ministerpräsident, am Montag in Düsseldorf.

NRW: Kommen bald neue Kontakeinschränkungen?

Die neuen Einschränkungen sollen offenbar auch Großveranstaltungen mit besonders hohem Infektionsrisiko umfassen. Die derzeitige Lage erfordere schnelles Handeln, sagte Wüst, der in Sachen Kontaktreduzierungen und einer allgemeinen Impfpflicht zudem ein gemeinsames Vorgehen im Bund fordert. "Das Virus kennt keine Regierungspause", erklärte er im Hinblick auf die kürzlich erst vollendeten Koalitionsverhandlungen in Berlin.

Des Weiteren soll allem Anschein nach auch die Maskenpflicht an NRW-Schulen wieder eingeführt werden. Dies hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Tag vor der Beratung anklingen lassen. Die Maskenpflicht im Unterricht war erst vor wenigen Wochen aufgehoben worden. Ob die neuen Maßnahmen auch Einfluss auf die Weihnachtsmärkte, wie etwa in Münster, haben werden, bleibt abzuwarten. 

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