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Corona in NRW

Keine Quarantäne mehr nach Infektion? Das sagt Gesundheitsminister Laumann dazu

NRW steuert auf den sogenannten "Freedom Day" zu. In knapp einer Woche soll es noch weitere Lockerungen geben. Wie sieht es mit der Quarantänepflicht bei einer Coronainfektion aus?

Von Sohrab Dabir

In den Niederlanden müssen Infizierte nicht mehr in Quarantäne – was macht NRW? (Symbolbild) Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Seit vergangenem Wochenende gelten deutschlandweit bereits einige Lockerungen: Kontakt- sowie Zugangsbeschränkungen für Veranstaltungen gibt es seit dem 20. März nicht mehr. NRW hält zumindest noch an der Maskenpflicht bis zum 2. April fest.

In anderen Ländern wurden hingegen sämtliche Corona-Maßnahmen für beendet erklärt – so zum Beispiel in den Niederlanden. Dort müssen sich Menschen, die sich mit Corona infizieren, nicht mal mehr in Quarantäne begeben. Wird es auch in NRW solch eine Regel geben? Dazu hat sich nun Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geäußert.

NRW: Laumann für Isolationspflicht nach Corona-Infektion

Sollten nach dem Wegfall der Maßnahmen ab dem 2. April Infizierte auch noch überall hingehen dürfen, gebe es "kein Halten mehr", warnte Laumann gegenüber WDR 5. Dies würde nur zu größeren Problemen im privaten und beruflichen Bereich führen, befürchtet der NRW-Gesundheitsminister. So sei bei einer Infektion eine Isolation von sieben Tagen "das richtige Maß", auch wenn das Freitesten nach einer Woche nicht immer klappe. "Wenn man eine schwere Grippe hat, geht man ja auch nicht unbedingt zur Arbeit, um alle Kollegen anzustecken", fügt Laumann hinzu.

Ob das Bundesland nach dem 2. April zum Hotspot werde, ist ungewiss. Die in NRW mitregierende FDP hatte sich klar dagegen ausgesprochen – die schwarz-gelbe Koalition fände somit keine Mehrheit mehr im Parlament, die für die Durchsetzung der Hotspot-Regel notwendig wäre. Einen Eilantrag der Grünen, ganz Nordrhein-Westfalen zum Corona-Hotspot zu erklären, hatte der Landtag in Düsseldorf bereits abgelehnt. Dafür müsste eine Überlastung des Gesundheitswesens bevorstehen. Ein solches Szenario drohe derzeit nicht, betonte Karl-Josef Laumann.

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