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Razzien in mehreren Bundesländern

Schlag gegen Geldautomaten-Sprenger: Bislang 13 Festnahmen

Knapp 16 Objekte wurden am Dienstag in NRW, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und den Niederlanden durchsucht. Bereits seit Monaten ermittelt die Polizei gegen die mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger.

Von Sohrab Dabir

Feuerwehrleute stehen vor einem gesprengten Geldautomaten in Nordrhein-Westfalen. Foto: Florian Schmidt/dpa

In mehreren Bundesländern sowie in den Niederlanden hat es am Dienstag (28. Juni) Razzien gegeben. Hintergrund waren Ermittlungen gegen Personen, die für Sprengungen von Geldautomaten verantwortlich sein sollen. Auch in NRW durchsuchte die Polizei Wohnungen.

Die Ermittlungen gingen über mehrere Monate – 13 Festnahmen hat es in dem Zeitraum bereits gegeben. Die letzte Festnahme gab es am Dienstag im niederländischen Helmond, teilt die Polizei mit. Erst am Montag (27. Juni) wurde in Paderborn ein Geldautomat gesprengt. In der Region hatte es zuletzt mehrerer solcher Fälle gegeben.

Geldautomaten-Sprengungen in der Region: Polizei hat Täterbande aus Niederlanden im Visier

Die verdeckten Ermittlungen wurden von der Zentralen Kriminalinspektion und der Staatsanwaltschaft in Osnabrück koordiniert. Derzeit stehen 17 Personen aus den Niederlanden im Verdacht, zwölf Geldautomaten in Deutschland gesprengt zu haben – drei davon in NRW. Der bei den Sprengungen entstandene Schaden soll sich auf knapp vier Millionen Euro belaufen. Ob die Verdächtigen auch für die jüngsten Vorfälle im Münsterland und Ostwestfalen verantwortlich sind, ist unklar.

Bei den Razzien am Dienstag fanden die Ermittler neben mutmaßlicher Täterkleidung auch gestohlene Kennzeichen und mehrere Handys. In den Niederlanden kassierten die Einsatzkräfte zudem ein Auto sowie ein Motorrad im Wert von knapp 40.000 Euro ein. Alleine bei einer Durchsuchung in Recklinghausen seien 35 Handys gefunden worden. Die Zahl der Geldautomatensprengungen war zuletzt stark angestiegen. Das Landeskriminalamt (LKA) nimmt dabei insbesondere Banden aus den Niederlanden ins Visier, da es im deutschen Nachbarland kaum noch Geldautomaten gibt und die noch verbliebenen meist gut gesichert sind.

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