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Hoch "Jürgen"

Nach Hitzewelle in NRW – drohen nun am Mittwoch Gewitter?

Hoch „Jürgen“ hat die Hitze nach NRW gebracht. Unter anderem in Emsdetten kratzten die Höchstwerte an der 40-Grad-Marke. Wie geht es beim Wetter weiter?

Von Dario Teschner

In Deutschland ist es heiß. Nachdem die Menschen in den südeuropäischen Ländern wie Spanien, Portugal, Frankreich und Italien schon seit Tagen bei Temperaturen um die 40 Grad Celsius schwitzen, ist die heiße Sahara-Luft nun auch bei uns angekommen. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Dienstag (19. Juli) verbreitet vor Hitze. In NRW erreicht das Thermometer aber auch am Mittwoch (20. Juli) noch einmal Spitzenwerte von bis zu 35 Grad. Doch Abkühlung ist in Sichtweite.

Wetter in NRW: Wird die 40-Grad-Marke erreicht?

Am Montag (18. Juli) klettert das Thermometer in Nordrhein-Westfalen bereits verbreitet auf über 30 Grad. Doch damit nicht genug. Den Meteorologen zufolge könnten die Höchstwerte am Niederrhein sowie in den städtischen Ballungsräumen im Wochenverlauf sogar die 40 Grad-Marke erreichen. In der Nacht zu Mittwoch (20. Juli) soll es nach derzeitigen Wetterprognosen dann langsam wieder etwas kühler werden. Im Tagesverlauf erreichen die Höchstwerte aber noch einmal bis zu 35 Grad. Gegen Abend steigt dann das Regen- und Gewitterrisiko an und es wird wechselhafter. Die 5-Tage-Vorhersage für NRW sieht wie folgt aus: 

  • Montag: überwiegend sonnig, 29 bis 35 Grad
  • Dienstag: sonnig, 35 bis 40 Grad möglich
  • Mittwoch: Schauer und Gewitter (80 % Niederschlagswahrscheinlichkeit), bis zu 35 Grad
  • Donnerstag: Schauer und Gewitter (70 % Niederschlagswahrscheinlichkeit), bis zu 25 Grad
  • Freitag: Teils bewölkt und Niederschlag möglich, 20 bis 26 Grad

NRW-Gesundheitsminister wegen Hitzewelle besorgt

Wegen der Hitzewelle sorgt sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) um die Gesundheit der Bevölkerung. "Für die einen bedeutet das tolle Tage draußen im Park, im Garten oder am Wasser. Aber gerade für ältere Menschen, Vorerkrankte oder Kinder kann die starke Wärme gefährlich werden", erklärte der CDU-Politiker. Er rät: "Trinken Sie ausreichend, meiden Sie, wenn möglich, körperliche Anstrengungen und bleiben Sie bestenfalls im Schatten."

Das heiße Wetter in NRW stellt vor allem ältere und geschwächte Menschen vor eine große Herausforderung. Eine Datenauswertung des Robert Koch-Instituts, des Deutschen Wetterdienstes und des Umweltbundesamts unterstreicht, wie gefährlich die Hitze sein kann. Etwa 19.000 Hitzetote wurden in den drei Sommern 2018 bis 2020 in Deutschland registriert.

Wetter: Waldbrandgefahr steigt in NRW

Nicht nur für die Bevölkerung birgt das aktuelle Wetter große Gefahren. Auch der Natur, insbesondere den Tieren und Pflanzen, setzten die hohen Temperaturen zu und auch die Landwirtschaft rechnet bereits mit Ernterückgängen bei Kartoffeln, Mais und Getreide. Das wohl größte Problem in Deutschland wird in den kommenden Tagen die Waldbrandgefahr sein, die aufgrund der anhaltenden Trockenheit immer weiter zunimmt. Bundesweit ist die Feuerwehr in den vergangenen Tagen bereits zu Brandeinsätzen wegen des Wetters ausgerückt. In Detmold bekämpften rund 100 Kräfte ein Feuer auf einem Stoppelfeld, das am Donnerstag (7. Juli) auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern in Flammen stand.

Das Land NRW sowie die Wetterdienste warnen inzwischen vor erhöhter Waldbrandgefahr. Der sogenannte Waldbrandgefahren-Index hat beispielsweise in Regionen des Rheinlands die höchste Warnstufe erreicht. Für Städte wie Bielefeld oder Münster gilt derzeit Stufe 4 (hohe Gefahr vor Waldbränden). Aufgrund der Witterungsbedingungen sollten nach Angaben des ADAC weder Kinder noch Haustiere im Wagen zurückgelassen werden. In Fahrzeugen steigen die Höchstwerte an Sommertagen schnell auf bis zu 60 Grad an. 

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