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AfD-Rechtsaußen

Verschwörungstheorien auf dem Marktplatz: Demo gegen Höcke-Autritt in Paderborn

Paderborn

Der Rechtsaußen der AfD, Björn Höcke, machte am Mittwoch Wahlkampf in Paderborn. Dagegen gingen mehrere Hundert Leute auf die Straße.

Von Sohrab Dabir

Björn Höcke, Fraktionschef der AfD im Thüringer Landtag, verbreitete bei seinem Auftritt in Paderborn Verschwörungstheorien. (Archivbild) Foto: Martin Schutt/dpa

Weniger als zwei Wochen vor der Bundestagswahl machte auch die rechte Alternative für Deutschland (AfD) Wahlkampf in Ostwestfalen. Am Mittwoch (15. September) zeigte sich dabei ein prominentes Gesicht der Partei in Paderborn: Björn Höcke kam zur Kundgebung auf den Marktplatz.

Gegen den Auftritt von Björn Höcke, der laut eines Gerichtsbeschlusses von 2019 als "Faschist" bezeichnet werden darf, gingen knapp 550 Menschen auf die Straße. Dagegen hatten sich lediglich 180 Anhänger der AfD auf dem Marktplatz versammelt.

Paderborn: Höcke leugnet Corona und behauptet, es gebe keine Meinungsfreiheit 

Laut Angaben des Westfalen Blatts ließ der Fraktionsvorsitzende der AfD im thüringischen Landtag seine Fans lange Zeit auf sich warten, weswegen auch um 18.30 Uhr, als Höcke die kleine Bühne auf dem Paderborner Marktplatz betrat, einige der Gegendemonstranten bereits verschwunden waren. Von den Verbliebenen wurde der Auftritt des Rechtsaußen mit Rufen wie "Höcke raus“ und „Nazis raus" quittiert.

Björn Höcke bezeichnete die Gegendemonstranten laut WB als "Anti-Demokraten" und behauptete, an Deutschlands Schulen werde Propaganda verbreitet. Sollte die AfD an die Regierung kommen, so der Politiker weiter, werde dort "wieder gebildet", behauptete er. Zudem leugnete er bei seinem Auftritt in Paderborn erneut die pandemische Lage durch das Coronavirus. Höcke behauptete während seiner Kundgebung auf dem Marktplatz außerdem, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland abgeschafft worden sei.

Erst vor wenigen Wochen machte die rechte Partei im Rathaus Schlagzeilen. Ein Politiker der AfD sorgte in Paderborn für einen Eklat, nachdem er sich geweigert hatte, einen Nachweis entsprechend der 3G-Regelung vorzuzeigen.

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