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Illegaler Tierhandel

Katastrophale Zustände: Polizei rettet 18 kranke Hundewelpen

Paderborn

In der vergangenen Woche gelang der Polizei ein Schlag gegen den illegalen Tierhandel. Bei einem Zugriff retteten die Beamten 18 Hundewelpen.

Von Sven Haverkamp

In Paderborn wurden kranke Malteser-Welpen zum Kauf angeboten (Symbolbild) Foto: Pixabay

Es war nicht der erste Fall dieser Art in Paderborn. Erneut sind Ermittler auf skrupellose Tierhändler aufmerksam geworden, die illegal mit todkranken Hundewelpen handelten. Bereits im Juni war ein 19-jähriges Paar aufgeflogen, dass über Ebay kranke Tiere verkaufte. Der Betrug fiel auf, als ein Welpe kurz nach dem Kauf verstarb.

Hausdurchsuchung in Bad Lippspringe nach verdächtiger Verkaufsanzeige

Als Beamte der Kripo Paderborn eine Ebay-Kleinanzeige entdeckten, in der "süße kleine Malteser-Hundewelpen" in Bad Lippspringe angeboten wurden, fiel ihnen sofort die Ähnlichkeit zur Verkaufsanzeige des Falles vom Juni auf. Auch das Veterinäramt und einige Hundehalter wurden ob der Anzeige stutzig. Dass hier erneut mit krimineller Energie gearbeitet würde, wahr sehr wahrscheinlich.

Also planten die Kriminalbeamten nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft Paderborn kurzerhand eine Durchsuchung der zuvor ermittelten Adresse in Bad Lippspringe. Am vergangenen Freitag (9. Juli) tauchten die Ermittler dann unangekündigt an dem Haus auf und trafen auf überraschte Bewohner. Eine 25-jährige Frau und ein 44-jähriger Mann gelten nun als Hauptverdächtige des Hundehandels. 

Kripo Paderborn rettet 18 Hundewelpen aus Käfigen

In mehreren Räumen und im Keller entdeckten die Paderborner Kriminalbeamten dann, wie vermutet, insgesamt 18 Hundewelpen unterschiedlicher Rassen. Die angebotenen Malteserwelpen befanden sich ebenfalls darunter, diese waren extrem jung und offenbar viel zu früh von dem Muttertier getrennt worden. Gehalten wurden die Tiere in Käfigen und Verschlägen. Die Räume waren durch Kot und Urin verdreckt. 

Viele Tiere wirkten schwer krank, sodass das Veterinäramt zu der Durchsuchung hinzugerufen wurde. Alle Hunde wurden im Tierheim Paderborn untergebracht, wobei einer der kranken Welpen mittlerweile verstorben ist, andere befinden sich noch in Behandlung. 

Polizei Paderborn

In beiden Fällen laufen die Ermittlungen noch. Die Kripo hofft auf Meldungen weiterer Hundebesitzer, deren Welpen möglicherweise kurz nach dem Kauf starben. 

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