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Erste Hilfe

Schwerer Motorradunfall – Autofahrer greift sofort ein

Paderborn

Bei einem Motorradunfall auf der Benhauser Straße ist eine 30-jährige Frau schwer gestürzt. Ein Autofahrer wurde auf den Vorfall aufmerksam und zögerte nicht lange.

Von Dario Teschner

Bei einem Motorradunfall in Paderborn wurde eine 30-jährige Frau schwer verletzt (Symbolbild). Foto: David Young/dpa

Mit ihrer Kawaski befand sich eine 30-jährige Motorradfahrerin am Mittwochabend (10. November) auf der Tempelhofer Straße in Paderborn. Gegen 21 Uhr beabsichtigte sie mit ihrer Maschine nach rechts in die Benhauser Straße abzubiegen. Dazu hielt die Frau zunächst an der Einmündung an. Beim Anfahren verlor die Bikerin auf einmal die Kontrolle und stürzte zu Boden. Ein Autofahrer hatte den schweren Unfall bemerkt und eilte ihr umgehend zur Hilfe. 

Paderborn: Frau verletzt sich bei Motorradunfall

Der Zeuge setzte den Notruf ab und kümmerte sich um die Motorradfahrerin, die schwere Verletzungen erlitten hatte. Nach der medizinischen Erstversorgung am Einsatzort musste die Frau mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Warum die 30-Jährige beim Beschleunigen die Kontrolle über ihre Maschine verlor, ist nun Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen.

Paderborn: So handeln Sie nach einem Motorradunfall richtig

Unfälle mit Motorradfahrern, wie dieser auf der Benhauser Straße bei Paderborn, enden nicht selten mit schweren Verletzungen. Bei Stürzen und Zusammenstößen mit anderen Verkehrsteilnehmern kann es zu Knochenbrüchen und schweren Kopfverletzungen kommen. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man sich nach einem Motorradunfall verhalten sollte.

Wie an jedem anderen Unfallort auch, ist es wichtig, den Gefahrenbereich abzusichern. Dazu gehört auch, dass man sich als Ersthelfer nicht unnötig in Gefahr begibt. Der Helm sollte möglichst abgenommen werden, um den Gesundheitszustand der verletzten Person beurteilen zu können. Beim Abnehmen des Kopfschutzes sollten Erstretter einige Dinge beachten. Der ADAC empfiehlt folgende Vorgehensweise:

  1. Das Visier des Helms ganz vorsichtig hochklappen und mit der verunglückten Person sprechen.
  2. Reagiert das Unfallopfer nicht, suchen Sie im besten Fall eine zweite Person, um den Helm gemeinsam abzunehmen.
  3. Alle Schals, Verschlüsse und Polsterungen sollten entfernt werden, um möglichst viel Platz zu haben.
  4. Jetzt kann der Helm möglichst schonend abgezogen werden. Knien Sie sich dafür an das Kopfende und ziehen Sie den Helm so weit ab, bis man mit einer Hand den Hinterkopf des Verletzten abstützen kann.
  5. Der Motorradhelm wird danach vollständig entfernt und der Kopf der verunglückten Person vorsichtig abgelegt.
  6. Im Nächsten Schritt sollte die Atmung der verunglückten Person kontrolliert und der Notruf abgesetzt werden. Wenn der Betroffene atmet, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage. Wenn die Person nicht atmet, beginnen Sie mit der Reanimation, bis der Rettungsdienst am Unfallort eintrifft. 

Die gängigen Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte jede Person kennen und wenn möglich regelmäßig auffrischen, um diese im Notfall richtig anwenden zu können.

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