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Frau in Lebensgefahr

Tornado verwüstet Paderborn: Die Folgen der Katastrophe

Paderborn

Ein solches Ereignis hatte Paderborn bislang noch nicht erlebt. Am Freitag wütete ein Tornado in der Stadt und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Die Folgen werden noch länger spürbar sein.

Von Sohrab Dabir

"Paderborn ist entsetzt, Paderborn ist schockiert und Paderborn ist mehr als tief betroffen." Bürgermeister Michael Dreier zeigte sich nach der Katastrophe, die die Stadt in Ostwestfalen am vergangenen Freitag (20. Mai) heimgesucht hatte, sichtlich berührt. In den Nachmittagsstunden zog der Tornado von Südwesten in Richtung Nordosten auf einer Breite von etwa 300 Metern über die Stadt.

Die Folgen: Bäume knickten um wie Streichhölzer, Dächer wurden zerstört, 43 Personen wurden verletzt – 13 davon schwer. Eine Frau schwebt noch immer in Lebensgefahr, nachdem sie im Riemekeviertel von einer Dachpfanne am Kopf getroffen worden war. Mittlerweile wurde sie in eine Klinik nach Bielefeld verlegt. Wie hoch der Schaden in Paderborn und auch in Lippstadt, wo ebenfalls ein Tornado wütete, ist, kann bislang nicht eingeschätzt werden. Dafür ist das Ausmaß noch zu groß und die Aufräumarbeiten stehen noch ganz am Anfang.

Entsetzen nach Tornado in Paderborn – Schulen am Montag geschlossen

Landrat Christoph Rüther sprach von einem "Ort der Verwüstung", auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der am Tag danach Paderborn besuchte, bekam die "erschreckenden Bilder" zu sehen und versprach, noch mehr für den Klimaschutz zu tun. Derweil geht es in der verwüsteten Stadt seit Freitag ans Aufräumen. Nach dem verheerenden Tornado erreichte Paderborn eine Welle der Hilfsbereitschaft, die auch den Bürgermeister nicht kaltließ. "Ich bin tief berührt, aber auch stolz und zuversichtlich, wenn ich diese große Hilfsbereitschaft sehe. So werden wir unsere Stadt wieder zu dem machen, was sie vor diesem verheerenden Unglück einmal war, auch wenn das sicherlich sehr viel Kraft, Ausdauer und auch Investitionen erfordern wird", so Michael Dreier.

Auswirkungen hat der Tornado auch auf den Schulbetrieb am Montag (23. Mai) in Paderborn. So sieht sich die Stadt gezwungen, einige Schulen zu schließen. Betroffen sind die Grundschule Luther mit den Standorten Am Abdinghof und an der Erzberger Straße, den Grundschulverbund Riemeke/Theodor in der Erzberger Straße und an der Theodorstraße, die Realschule Fürstenberg (Fürstenbergstraße) sowie das Gymnasium Pelizaeus. Hier bleibt lediglich der Gebäudeteil C für die mündlichen Abiturprüfungen geöffnet.

Tornado in Paderborn: So können Sie helfen

Wer derweil seine Hilfe den vom Tornado betroffenen Menschen anbieten möchte, kann sich direkt an die Stadt Paderborn wenden, die unter der Hotline 05251/880 zu erreichen ist. Auch Firmen, die ihre Hilfe anbieten möchten, könne sich unter der Nummer melden, heißt es in einer Mitteilung. Der ÖPNV, der am Freitag noch eingestellt worden war, läuft mittlerweile wieder.

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