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Polizeieinsatz

Lebensgefährliche Aktion am Bahngleis: Jugendliche bringen Zugverkehr zum Erliegen

Porta Westfalica

War es eine Mutprobe oder wurden sie überrascht? Drei Jugendliche befanden sich am Sonntag auf den Gleisen, als ein Zug mit über 150 km/h auf sie zugerast kam.

Von Sohrab Dabir

Ein Regionalexpress musste eine Vollbremsung einleiten, da sich Jugendliche auf dem Gleis aufgehalten hatten. (Symbolbild) Foto: Jonas Walzberg/dpa

Am Sonntag (19. Juni) wurde die Leitstelle der Bundespolizei in Münster darüber informiert, dass sich auf der Bahnstrecke bei Porta Westfalica drei Jugendliche auf den Gleisen befanden. Mit 155 km/h raste der Regionalexpress (RE6) auf der Strecke zwischen Bad Oeynhausen und Minden auf die jungen Männer zu, als der Lokführer eine Notbremsung einleiten musste.

Zu diesem Zeitpunkt konnte noch nicht ausgeschlossen werden, dass der Zug die Jugendliche eventuell erfasst haben könnte. Daher suchte die Bundespolizei Bielefeld gemeinsam mit der Feuerwehr Porta Westfalica den gesamten Bereich ab. Ein Personenschaden konnte danach weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Wie die Polizei berichtet, hatte der Lokführer beim Erkennen des Trios auf den Gleisen zunächst einen Achtungspfiff abgesetzt, worauf zwei der Jugendlichen sofort das Gleis bei Porta Westfalica verließen. "Der Dritte blieb zunächst stehen, schaffte aber es noch rechtzeitig aus dem Gleisbereich heraus", heißt es im Pressebericht.

Jugendliche in Porta Westfalica auf Gleisen: Polizei sucht Zeugen

Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt, ob es sich bei der Aktion um eine Mutprobe gehandelt hatte oder die drei Jugendlichen vom ankommenden Zug überrascht worden waren. Dies wird derzeit noch ermittelt. Die lebensgefährliche Aktion hatte jedoch weitreichende Folgen für den Bahnverkehr in OWL. Durch den Polizeieinsatz auf der Strecke bei Porta Westfalica musste diese für knapp 90 Minuten gesperrt werden. In der Folge fuhren auf dem gesamten Abschnitt zwischen Minden und Löhne keinerlei Züge mehr.

"Es kommt zu Halteausfällen und hohen Verspätungen", teilte die Deutsche Bahn am Sonntag via Twitter mit. Trotz der eingeleiteten Notbremsung wurde keiner der Fahrgäste des RE6 verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fragt: "Wer hat im Bereich Vennbecker Straße/Dammweg Personen an der Bahnstrecke gesehen, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten?" Sämtliche Hinweise nehmen sowohl die Bundespolizei (0800/68 88 000) als auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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