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LKA durchsucht Wohnhaus

Razzia in Warendorf: Explosion bei Großeinsatz gegen mögliche Terror-Unterstützer

Razzia im Münsterland: Ein Großeinsatz führte ein Sonderkommando des LKA nach Warendorf. Im Fokus stand ein möglicherweise extremistisches Netzwerk.

Von Stefanie Masuch

Ein Sonderkommando des LKA stürmte am Mittwoch ein Haus in Warendorf. Foto: dpa

Warendorf – Vermutlich ein überraschender Anblick für die Anwohner: Am Mittwochmorgen (10. April) nahmen Polizisten und Einsatzfahrzeuge die Industriestraße in Beschlag. Um 6.30 Uhr machten sich Beamte in voller Montur auf den Weg zu einem Wohnhaus.

Angeblich wurde dann die Wohnungstür mit einem lauten Knall aufgesprengt, wie Anwohner gegenüber den WN berichteten. Die Situation in Warendorf spielte sich so ähnlich zur gleichen Zeit an vielen weiteren Orten in Deutschland ab – eine Razzia des Bundesinnenministeriums untersuchte 90 Objekte.

Warendorf: Verbindungen zu islamistischem Netzwerk?

Wie aus einer später veröffentlichten Pressemitteilung des Innenministeriums hervorgeht, durchsuchte das LKA am Mittwoch Häuser, wie das in Warendorf, die in Zusammenhang mit islamistischen Netzwerken gebracht werden. Die Vereine "WWR Help" und "Ansaar International" stünden an der Spitze der Liste.

In der Industriestraße kam es zu der Durchsuchung. Foto: Screenshot Google Maps

Es wird vermutet, dass sich dieses Netzwerk gegen den Gedanken der Völkerverständigung gemäß Artikel 9, Absatz 2 im Grundgesetz richtet. Darin heißt es, dass Vereinigungen, die einen gewissen Tatbestand erfüllen, verboten werden dürfen. Ob die Durchsuchung in Warendorf Hinweise auf die Zugehörigkeit zu diesem Netzwerk hervorbrachte, ist noch unklar. Erst vor Kurzem kam es auch in Nagelstudios in Münster zu einer Razzia – wegen des Verdachts auf Menschenhandel. Sechs Personen wurden festgenommen.

Hamas-Unterstützer in Warendorf?

Bislang gehen die Ermittler davon aus, dass die überprüfte Organisation dem extremistischen Milieu zuzuordnen sei. So sollen sie die Hamas finanziell und durch Propaganda unterstützen. "Die Terrororganisation Hamas bekämpft seit ihrer Gründung die Existenz des Staates Israel. Eine Unterstützung derartiger Aktivitäten verstößt gegen elementare Grundsätze der deutschen Verfassung", erklärt das Bundesinnenministerium.

Zuletzt hatte es einen Großeinsatz der Polizei in der Nähe von Warendorf gegeben. Dabei hatte ein Vater sich mit seiner kleinen Tochter verschanzt. Möglicherweise Opfer von Fremdenhass wurde außerdem ein Mann in Telgte: Die Glastür seines Geschäfts wurde innerhalb kurzer Zeit mehrmals mit ekeligen Bio-Bomben beworfen. Ein Polizist wurde neulich bei einem Einsatz in Warendorf verletzt: Ein betrunkener Radfahrer ging auf die Beamten los.

Die Polizei wurde in Warendorf zu einem Einsatz gerufen, weil ein 19-Jähriger mit einem Hockeyschläger vermöbelt wurde. In Warendorf schoss ein Mann mit einer Waffe auf Pferde – doch der Polizei fehlen die Beweise. Ein heftiger Zusammenstoß ereignete sich in Warendorf: Das Auto einer 85-Jährigen wurde dabei in einen Vorgarten geschleudert.

Aktuell wird jedoch auch gefeiert in der Kreisstadt – und das sogar doppelt: Dieses Jahr fallen in Warendorf die Maiwoche und der Westfälische Hansetag auf dasselbe Wochenende. Bei einem Unfall auf der Landstraße wurden in Warendorf drei Personen verletzt – ein Auto schleuderte auf einen Acker.

Bei einem Unfall in Warendorf wurde ein Kind verletzt: Ein 85-jähriger Autofahrer hatte den Jungen übersehen. Im Juni kam es in Warendorf erneut zu einem SEK-Einsatz. Dabei gab es eine laute Explosion – und eine Festnahme. Eine 20-Jährige wurde kürzlich belästigt: Ein Mann begrapschte sie in Warendorf – dann bemerkte die Frau, dass er währenddessen an sich herumspielte.

Die Beamten hatten kürzlich an nur einem Tag gleich zwei Begegnungen mit einem Mann in Warendorf: Erst wurde er beinahe überfahren – dann fuhr er betrunken Brötchen holen. In der Domstadt waren Polizeibeamte erfolgreich: Bei einer Razzia am Bahnhof in Münster gab es zwei Festnahmen. Außerdem folgten auf 36 Kontrollen insgesamt zehn Anzeigen.

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