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Geldautomat gesprengt

Explosion nahe der A30 – Polizei nimmt Verfolgung auf

Bruchmühlen/Rödinghausen

Im Kreis Herford, nahe der niedersächsischen Grenze, haben Unbekannte einen Geldautomaten in die Luft gejagt. Nach der Explosion flüchteten sie über die A30.

Von Dario Teschner

Im Kreis Herford wurde ein Geldautomat gesprengt (Symbolbild). Foto: Friso Gentsch/dpa

Update: 14. Juli, 10.15 Uhr. Zu der Geldautomatensprengung in Rödinghausen hat die Polizei Herford neue Details bekannt gegeben. Die Ermittler berichteten unter anderem über die Vorgehensweise der Täter. Außerdem steht jetzt fest, dass sie Diebe Beute gemacht haben. 

Diebe über A30 geflohen? Polizei Herford untersucht Einsatzort

Erstmeldung: 13. Juli. Am frühen Dienstagmorgen (13. Juli) haben erneut bisher unbekannte Täter einen Geldautomaten in Ostwestfalen in die Luft gejagt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei Herford schlugen die Personen gegen 3.40 Uhr in einer Sparkassenfiliale an der Bruchstraße in Rödinghausen-Bruchmühlen zu. Durch die Explosion wurde nach Angaben der Ermittler eine so starke Druckwelle ausgelöst, dass die Büros im angrenzenden Gebäude massiv beschädigt wurden. Ob und wie viel Geld gestohlen wurde, ist derzeit noch nicht bekannt. 

Nach der Sprengung des Geldautomaten in Rödinghausen ergriffen die Diebe die Flucht. Die Beamten vermuten, dass sich die Täter über die nahegelegene A30 abgesetzt haben. Von ihnen fehlt bisher jede Spur, obwohl durch den Einbruchalarm sowohl das zuständige Sicherheitspersonal als auch die Polizei Herford verständigt worden waren. 

Als die ersten Einsatzkräfte den Tatort in Rödinghausen erreicht hatten, nahmen sie eine deutliche Rauchentwicklung aus dem Gebäude wahr. "Aufgrund der noch vorhandenen Gefährdung durch mögliches weiteres Sprengmittel, wurde das Gebäude zunächst nicht betreten", erklärte die Polizei Herford in einer Pressemitteilung. Die Feuerwehr wurde alarmiert, um den Einsatzort gründlich zu prüfen. 

Herford: Polizei leitet Fahndung ein – Zeugen gesucht

Kriminalbeamte der Polizei Herford nahmen ihre Ermittlungen auf, nachdem der Vorraum der Sparkassenfiliale entsprechend gesichert worden war. Offenbar haben die Täter bei der Geldautomatensprengung Gas als Sprengmittel verwendet. Das hatten die ersten Untersuchungen am Tatort ergeben.

Im Gebäude entstand hoher Sachschaden. Trotz einer anschließenden Fahndung, fehlt von den Dieben sowie von dem Fluchtfahrzeug bisher jede Spur. Deshalb ist die Polizei Herford dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Hinweise nehmen die Beamten unter der Rufnummer 05221/88 80 entgegen.

Aufgrund von Geldautomatensprengungen schließen immer mehr Banken ihre Standorte, berichtet der WDR. Dazu haben sich beispielsweise die Kreissparkasse Halle und die Volksbank Halle eG in Gütersloh entschieden, die ihre Filialen in Künsebeck und Hörste auflösen wollen. Kürzlich hatte auch die Commerzbank Filialschließungen in Ostwestfalen angekündigt. Die Verbraucher würden in der heutigen digitalen Zeit ihre Bankgeschäfte selbst in die Hand nehmen, lautete die Begründung des Unternehmens.

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