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Verbraucherschutz

Rückruf: Pilzgift in dm-Produkt gefunden – Organschäden drohen

In gleich zwei Verkaufsartikeln wurden giftige Substanzen nachgewiesen. Von dem Rückruf ist auch ein dm-Produkt betroffen.

Von Dario Teschner

Rückruf: Dm warnt aktuell vor dem Verzehr von einem Mandel-Artikel. (Symbolbild) Foto: Fabian Sommer/dpa

Wegen Gesundheitsgefahr warnen Verbraucherschützer vor zwei Mandel-Produkten, die von einem Rückruf betroffen sind. Wer die Ware bereits zu Hause hat, sollte diese auf keinen Fall essen, sondern zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Quittung erstattet. Konkret handelt es sich um gemahlene Mandeln, die bei der deutschen Drogeriemarktkette dm verkauft wurden und um Mandelmehl der Marke "MorgenLand".

Rückruf: Gemahlene Mandeln von dm verunreinigt

In den gemahlenen Mandeln des Herstellers EgeSun GmbH wurde Aflatoxine entdeckt. Bei diesem Stoff handelt es sich um das am stärksten in der Natur vorkommende Gift, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) mit. Vor einem Verzehr wird daher dringend abgeraten. Die Substanz stellt für den Verbraucher ein gesundheitliches Risiko dar. Gewarnt wird vor diesem Produkt:

  • Prduktname: dmBio gemahlene Mandeln
  • Inhalt: 200g
  • GTINNummer: 4058172859793
  • Charge L212091
  • MHD 29.04.2022
Dieses DM-Produkt ist von dem Rückruf betroffen. Foto: lebensmittelwarnung.de/dpa-infocom

Mandelmehl ebenfalls vom Rückruf betroffen

Der Hersteller EgeSun GmbH warnt noch vor einem weiteren Lebensmittelartikel. Beim Mandelmehl der Marke "MorgenLand" wurden ebenfalls Rückstände von Aflatoxine nachgewiesen. Folgende Angaben können zu dem verunreinigten Produkt gemacht werden.

  • Produktname: MorgenLand Mandelmehl
  • Inhalt: 300g
  • GTINNummer: 4044019390666
  • Charge L212238
  • MHD 13.05.2022
Das Bio-Mandelmehl der Marke "MorgenLand" ist von einem Rückruf betroffen. Foto: lebensmittelwarnung.de/dpa-infocom

Dm-Rückruf: Ware kann Nieren und Leber schädigen

Das gefährliche Gift, das in den beiden Mandel-Artikeln entdeckt worden ist, befällt besonders häufig ölhaltige und stärkehaltige Samen, mehrere Nussarten, sowie Obst, Gemüse und Getreide. Gefahr besteht auch noch nach dem Kochen, weil Aflatoxine hitzestabil sind. 

Werden Aflatoxine in hoher Konzentration aufgenommen, können Nieren und Leber geschädigt werden. Auch für ungeborene Babys stellt die Substanz eine Gefahr dar. Sogar das Erbgut kann durch das Gift einen Schaden davon tragen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung versicherte jedoch, dass Leberzellnekrosen oder akutes Leberversagen beim Menschen äußerst selten vorkommen. Erst wenn der Stoff über eine längere Zeit hinweg aufgenommen wird, drohen Nieren- und Leberschäden.

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