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Pflegenotstand

So reagiert Jens Spahn auf die Pfleger-Doku von Joko und Klaas auf ProSieben

Jens Spahn reagierte auf die viel diskutierte Pfleger-Doku von Joko und Klaas auf ProSieben und kündigte weitere Beratungen an. An konkreten Maßnahmen mangelt es jedoch.

Von Lea Sarah Wolfram

Berlin – Bei der wöchentlichen Bundespressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, die wegen Karfreitag einen Tag früher als gewohnt stattfand, reagierte der CDU-Politiker auf die am Mittwochabend (31. März) gezeigt Dokumentation von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf auf ProSieben. Dabei zeigte er sich dankbar dafür, dass auf die Situation der Pflegekräfte in Deutschland aufmerksam gemacht werde und kündigte an, mit den Pflegeverbänden weiter Gespräche führen zu wollen.

Name:Jens Spahn
Geboren:16. Mai 1980 (Alter 40 Jahre) in Ahaus
Ehepartner: Daniel Funke (verheiratet seit 2017)
Partei:Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
Ausbildung:FernUniversität in Hagen (2003 bis 2017), FernUniversität in Hagen

Jens Spahn lobt Pfleger-Doku von Joko und Klaas auf ProSieben

Eigentlich ging es bei dem Pressetermin um die Impfungen bei den Hausärzten. Doch zum Schluss seiner Ausführungen ging Jens Spahn auf das TV-Special von Joko und Klaas auf ProSieben ein. Es sei gut und es habe ihn sehr gefreut, dass die Pflege nun „in der Prime-Time läuft“, wie der Gesundheitsminister sagte. „Die Pflegekräfte in Deutschland leisten extrem viel. Durch die Pandemie wurde uns das nochmal sehr, sehr deutlich gemacht.“

Dass dieser Einsatz auch in Echtzeit präsentiert wurde, habe dabei geholfen, die Belastung der Pflegekräfte „nachvollziehbar“ zu machen, erklärte Jens Spahn weiter. „Das zeigt uns eben auch, wie wichtig es ist, wahrzunehmen, was da übrigens auf den Intensivstationen seit mittlerweile sechs Monaten in Dauerbelastung geleistet wird zur Behandlung von Covid-19-Patienten“.

Jens Spahn will weiter „zügig“ mit Pflegeverbänden im Gespräch bleiben

Nach dem Lob kündigte der Gesundheitsminister auch an, man wolle „in Gesprächen mit den Pflegeverbänden weiter darüber besprechen“, wie die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessert werden könnten. Respekt und ein Dankeschön seien nicht genug. Eine flächendeckende Tarifeinigung für die Pflegekräfte war jedoch erst vor Kurzem an dem Veto des christlichen Pflegeverbandes Caritas gescheitert. Laut eines Berichts des Tagesspiegel soll sogar Jens Spahn selbst die Verbände zur Ablehnung der Tarifvorschläge ermuntert haben.

Als Anerkennung für die Leistung der Pflegekräfte seien bessere Arbeitsbedingungen der eine Teil, sagte Jens Spahn. Der andere seien auch Maßnahmen wie die Corona-Boni, also einmalige Zahlungen. Über Ersteres würden sich laut eines Berichts des Bayrischen Rundfunks zumindest viele Pflegekräfte in Bayern weit mehr freuen als über eine einmalige Prämie. Diese hatte auch der Präsident der Vereinigung der Pflegenden in Bayern, Georg Sigl-Lehner, erst kürzlich kritisiert. In der Pflege hoffe man, so Sigl-Lehner, viel mehr auf „nachhaltige Verbesserungen“ als Boni, die schnell „verpuffen“.

Pflegekräfte-Doku auf ProSieben: Joko und Klaas machen auf Pflegenotstand aufmerksam

Unter dem Hashtag #nichtselbstverständlich war am Mittwoch der neuste Coup der TV-Stars Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf das große Thema in den sozialen Medien. Nachdem sie bei ihrem Format „Joko und Klaas live“ 15 Minuten Sendezeit bei ihrem Stamm-Fernsehsender gewonnen hatten, erwartete die TV-Zuschauer am Abend jedoch weit mehr als das: Sieben Stunden lang lief eine ungeschnittene Dokumentation über den Arbeitsalltag der Pflegerin Meike Ista* an der Uniklinik in Münster, wie auch merkur.de* berichtet.

Mit ihrer Aktion wollten Joko und Klaas auf den Pflegenotstand aufmerksam machen. Denn was Pflegekräfte tagtäglich leisteten, sei eben „nicht selbstverständlich“. Die Reaktionen auf die Pfleger-Doku von Joko und Klaas aus Münster waren vielfältig – sehr viele Menschen dankten online den Stars und dem Sender für die Aktion, einige wenige waren von der Programmkaperung genervt. Ein paar User hatten auch den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in ihren Posts zur Doku markiert, um ihn auf die Aktion aufmerksam zu machen. (*merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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