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GDL

Streik bei der Bahn hat begonnen: Das sind die Auswirkungen in der Region

Seit vergangener Nacht steht der Großteil der Züge in Deutschland wieder still. Wir informieren, wie sich der Bahnstreik im Münsterland und Ostwestfalen auswirkt.

Von Sohrab Dabir

Es ist eine der bislang längsten Arbeitskampfmaßnahmen der Lokführergewerkschaft GDL: Seit 2 Uhr am Donnerstag (2. Septemer) streiken die Lokführer – zahlreiche Züge im Güter- und Personenverkehr in Deutschland fallen bis zum kommenden Dienstag (7. September) ganz aus oder fahren nur verspätet.

Hoffnung für Reisende gibt es jedoch: Am Mittwoch (1. September) hat die Deutsche Bahn der GDL ein neues Angebot unterbreitet, in dem auch die von der Gewerkschaft geforderte Corona-Prämie von 600 Euro enthalten ist. Bislang wurde das Angebot noch nicht angenommen. Bis dahin müssen sich auch Fahrgäste im Münsterland und Ostwestfalen also weiterhin auf Behinderungen einstellen.

Streik bei der GDL: Euro- und Westfahlenbahn fahren weiterhin

Die Deutsche Bahn versucht während des mehrtägigen Streiks ein "verlässliches Grundangebot" aufrechtzuerhalten, wie eine Unternehmenssprecherin betonte. Knapp ein Viertel der Fernverkehrszüge sollen weiterhin fahren. Im Regionalverkehr, so das Ziel, sollen möglichst 40 Prozent aller Verbindungen aufrecht erhalten bleiben. Hingegen fahren nur drei Verbindungen im Regional- und S-Bahnverkehr: der RE17 (Hagen-Warburg), die RB52 (Dortmund-Hagen) und die S5 (Dortmund-Hagen).

Weiterhin stündlich verkehren die Verbindungen zwischen Münster und Coesfeld (RB63) sowie Münster und Enschede (RB64). Neben dem RE3 von Düsseldorf nach Münster fährt auch die Verbindung zwischen Mönchengladbach und Münster (RE42). Nicht vom Streik betroffen sind hingegen die Züge des Unternehmens Keolis Deutschland. Darunter befinden sich neben der Euro- und Westfalenbahn auch der National Express, Abellio und die Regiobahn.

Die Strecke zwischen Münster und Bielefeld ist somit nicht vom Streik betroffen. Auch von Paderborn nach Bielefeld können Reisende weiterhin ihre geplante Verbindung nutzen. Jedoch teilt die Eurobahn mit, dass es auf ihren Strecken mitunter zu Verspätungen kommen kann. Sollte der Fahrdienstleiter der DB AG sich ebenfalls dem GDL-Streik anschließen, wird es auch bei der Nordwestbahn zu Zugausfällen kommen, wie das Unternehmen mitteilt. Alle Anbieter empfehlen Reisende, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung zu informieren.

Die Deutsche Bahn hofft indes, dass ihr neues Angebot den Streik der GDL frühzeitig beenden können wird. "Wir erfüllen zentrale Forderungen der GDL", betonte Personalvorstand Martin Seiler. Es gebe somit "keinen Grund mehr für einen Streik". Uneinigkeit gibt es jedoch weiterhin bei der Laufzeit eines Tarifvertrags. Während die Bahn eine Laufzeit von 36 Monaten angeboten hat, fordert die Gewerkschaft 28 Monate.

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