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Opfer außer Lebensgefahr

Zwei Verdächtige nach Messerstecherei in U-Haft

Tecklenburg

Zwei Männer aus Lengerich sollen einen 20-Jährigen in Tecklenburg niedergestochen haben. Die Beschuldigten sitzen nun in Untersuchungshaft.

Von Dario Teschner

Im Zuge der Spurensicherung wurde das Gelände der Haupt- und Gesamtschule in Tecklenburg abgesperrt. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger/dpa

Auf dem Gelände der Gesamtschule in Tecklenburg wurde ein Mann durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt. Des Weiteren erlitt sein 17-jähriger Begleiter bei dem Angriff leichte Verletzungen. Nach der Bluttat, die sich am Dienstagabend (21. September) zugetragen hatte, sind am Freitag (24. September) zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen worden.

Eine Richterin erließ am Amtsgericht Münster Haftbefehl gegen zwei Personen wegen des Vorwurfs des gemeinschaftlichen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Männer im Alter von 20 und 23 Jahren, die beide aus Lengerich stammen, berichten Polizei und Staatsanwaltschaft. 

Drogengeschäft soll Messerstecherei  in Tecklenburg ausgelöst haben

Nach der Messerstecherei wurde eine Mordkommission gebildet. "Nach den bisherigen Ermittlungen sind die Beschuldigten dringend verdächtig, sich am Dienstagabend mit den beiden Verletzten auf dem Schulgelände zum Drogenverkauf verabredet zu haben", berichtet Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. "Die beiden 17- und 20-Jährigen aus Tecklenburg sollen allerdings bereits zuvor geplant haben, die Betäubungsmittel nicht zu bezahlen und mit diesen zu flüchten."

Mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug, an dem gefälschte Kennzeichen befestigt waren, sollen die Tatverdächtigen aus Lengerich am verabredeten Treffpunkt eingetroffen sein. In dem Wagen befand sich ein Messer, das später zur Tatwaffe wurde. Nach der Drogenübergabe ergriffen die Männer aus Tecklenburg die Flucht. Sie wurden jedoch von den Dealern verfolgt. "Bei der im Anschluss entstandenen körperlichen Auseinandersetzung wurde der 20-Jährige durch drei Stiche unter anderem in die Lunge lebensgefährlich und der 17-Jährige leicht verletzt", so die Ermittler weiter. 

Tatwaffe nach Messerstecherei in Tecklenburg sichergestellt

Inzwischen schwebt der Tecklenburger nicht mehr in Lebensgefahr. Bei ihren polizeilichen Ermittlungen stießen die Beamten bei einer Durchsuchung auf das mögliche Tatwerkzeug. Die Waffe soll sich demnach bei einem Bekannten der beiden Beschuldigten befunden haben. "Den Hinweis darauf hat der 23-Jährige im Rahmen seiner Vernehmung gegeben", erläuterten Polizei und Staatsanwaltschaft. 

Der dringende Tatverdacht hat sich laut der Beamten aufgrund der bisher durchgeführten Ermittlungen und insbesondere aufgrund der Angaben des 17-Jährigen ergeben. „Durch wen und auf welche Weise das Messer eingesetzt wurde und ob noch weitere Personen an der Tat beteiligt waren, ist Bestandteil der weiteren Ermittlungen“, erklärt der Leiter der Mordkommission Thomas Masthoff.

Messerstecherei in Tecklenburg: Polizei sucht weiter nach Zeugen

Auf dem Schulgelände in Tecklenburg wurden Reste von Betäubungsmitteln sichergestellt. Der 20-Jährige hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Ermittler nehmen unter 0251/27 50 weiterhin Zeugenhinweise zu der Messerstecherei in Tecklenburg entgegen.

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