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Ohne Kennzeichnung

Nächster Skandal bei Tönnies? Offenbar Separatorenfleisch in Geflügelwurst entdeckt

Kreis Gütersloh

Ohne Kennzeichnung: Tönnies und weitere Fleischkonzerne stehen im Verdacht, bei der Herstellung von Geflügelwurst gegen die Vorschriften verstoßen zu haben.

Von Dario Teschner

Haben Tönnies, Wiltmann und weitere Fleischkonzerne Separatorenfleisch bei der Wurstproduktion verwendet, ohne diese vorschriftsmäßig zu kennzeichnen? (Symbolbild) Foto: pixabay.com

Gegen Tönnies aus Rheda-Wiedenbrück, gegen das Unternehmen Wiltmann aus Versmold sowie gegen weitere Fleischbetriebe erheben NDR und Spiegel schwere Vorwürfe. Die Konzerne sollen bei der Produktion von Geflügelwurst auf das sogenannte Separatorenfleisch, das aus Knochenresten und Schlachtabfällen gewonnen wird, zurückgegriffen haben.

Laboruntersuchungen für NDR und Spiegel hätten ergeben, dass sich das Separatorenfleisch in mehreren Wurstprodukten befunden habe. Diese seien jedoch nicht vorschriftsmäßig gekennzeichnet worden, so der Vorwurf. Die Medienunternehmen beziehen sich in ihrer Berichterstattung auf die Ergebnisse eines neuen Testverfahrens, das kürzlich an der Fachhochschule Bremen zum Einsatz kam. Dort hatten Wissenschaftler jetzt Proben von 30 Geflügelfleischprodukten unter die Lupe genommen.

Ohne Kennzeichnung: Tönnies und Wiltmann sollen Separatorenfleisch verwendet haben

Von den 30 Produkten seien 9 positiv auf Separatorenfleisch getestet worden - darunter fünf von Tönnies und zwei von Wiltmann. Die beiden Fleischkonzerne aus dem Kreis Gütersloh bestreiten die Vorwürfe. Beide Unternehmen geben an, sie würden kein Separatorenfleisch einsetzen. Medienberichten zufolge zweifeln sie zudem die Untersuchungsmethode an.

Grundsätzlich ist der Einsatz von Geflügel-Separatorenfleisch in Deutschland nicht verboten. Die Hersteller sind jedoch dazu verpflichtet, auf der Verpackung gemäß der EU-Lebensmittel-Informationsverordnung, darauf hinzuweisen. Wenn Betriebe Zutaten für die Produktion verschweigen, drohen Konsequenzen.

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