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Über 650 Feuerwehr-Einsätze

Tote und Vermisste nach Unwetter in NRW: Überflutete Straßen im Münsterland

Kreis Steinfurt

Die Feuerwehren im Münsterland waren aufgrund des Unwetters im Dauereinsatz. In Rheine musste eine Person aus einem Gebäude befreit werden.

Von Dario Teschner

Das Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat die Menschen trotz Vorwarnung kalt erwischt. Große Teile der Stadt Hagen stehen nach heftigen Regenfällen unter Wasser, in einigen Stadtteilen wurde der Strom abgestellt. In einem Ort in der Eifel sind durch Überflutungen und Hochwasser mindestens sechs Häuser eingestürzt. Dabei kamen mehrere Menschen ums leben, rund 30 Personen werden noch vermisst. Die Einsatzkräfte sind im Dauereinsatz. Für zwei Feuerwehrleute im Märkischen Kreis endete der Kampf gegen die Wassermassen tödlich. 

Unwetter in NRW: Über 650 Einsätze im Kreis Steinfurt

Die gute Nachricht ist, dass der Dauerregen im Westen Deutschlands nachgelassen hat. Vielerorts bleibt die Lage jedoch angespannt, da die Pegel größerer Flüsse, wie beispielsweise dem Rhein, noch nicht ihren Höhepunkt erreicht haben. In Städten wie Köln oder Duisburg droht Hochwassergefahr. Vom Münsterland bis nach Ostwestfalen hat das Unwetter ebenfalls für zahlreiche Einsätze gesorgt. Allein im Kreis Steinfurt musste die Feuerwehr rund 650 mal ausrücken. 

Die Rettungskräfte bekamen es überwiegend mit vollgelaufenen Kellern und teils überfluteten Straßen zu tun. Die Schwerpunkte lagen in Rheine, Neuenkirchen und Steinfurt. Aber auch in Hörstel und Emsdetten mussten die Feuerwehren tätig werden. In Rheine musste eine Person aus einem Gebäude an einer überfluteten Unterführung am Bahnhof befreit werden, berichtet Radio RST am Donnerstag (15. Juli). An der Berbomstiege zogen die Retter ebenfalls eine Frau aus dem Wasser. Verkehrsteilnehmer konnten aufgrund der riesigen Wassermengen ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen. 

Das Unwetter hat NRW schwer getroffen und auch im Münsterland für einige Feuerwehreinsätze gesorgt (Symbolbild). Foto: Benjamin Nolte/Marcel Kusch/dpa (Fotomontage: hallo24)

Wetter: Retter aus dem Münsterland unterstützen Hagen

Die Wetterlage im Münsterland hat sich seit Mitternacht entspannt. Feuerwehren aus dem ganzen Kreis Steinfurt sind nun aktuell in anderen Teilen von NRW im Einsatz, um ihre Kameraden im Kampf gegen die Fluten zu unterstützen. 30 Fahrzeuge mit 135 Feuerwehrleuten helfen in Mettmann bei Düsseldorf und pumpen vollgelaufene Gebäude leer. Im Rhein-Erft-Kreis kommt ein spezielles Pumpfahrzeug aus Emsdetten zum Einsatz. Die Retter helfen auch dabei Altenheime und Krankenhäuser zu evakuieren, beispielsweise in Eschweiler bei Aachen. Auch die Feuerwehr Bielefeld ist nach Hagen gefahren, um zu helfen.

Gewitter und Starkregen haben das Münsterland sehr unterschiedlich stark getroffen. Die Spanne reicht von 188 Einsätzen wegen vollgelaufener Keller oder überfluteter Straßen in Rheine bis zu zwei Einsätzen im 15 Kilometer entfernten Emsdetten. Das Chaos kam jedoch mit Ansage, denn bereits seit Montag (12. Juli) warnt der Deutsche Wetterdienst vor dem Tief Bernd, das für das Unwetter verantwortlich ist und besonders im Süden und Südwesten Deutschlands für Verwüstung gesorgt hat.

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