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Cold Case

Nach Festnahme im Mordfall Agnes N.: Verdächtiger tot

Bielefeld/Vlotho

Agnes N. aus Vlotho wurde 2014 ermordet. Acht Jahre später nimmt die Polizei einen Verdächtigen fest. Dieser wurde nun tot aufgefunden.

Der Tatverdächtige im Mordfall Agnes N. aus Vlotho hat sich offenbar das Leben genommen. (Symbolbild) Foto: Roland Weihrauch/dpa

Update: 31. Oktober. Zu dem Tatverdächtigen im Mordfall Agnes N. aus Vlotho-Exter liegen neue Informationen vor. Der 38-jährige Herforder verstarb in Folge eines Suizides, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag (31. Oktober) bekannt gaben. 

Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Bielefeld stellten am Freitag gegen 19.45 Uhr fest, dass sich der Mann versucht hatte in seiner Zelle umzubringen. Umgehend seien nach Angaben der Behörden notfallmedizinische Maßnahmen eingeleitet worden. Im Krankenhaus erlag der 38-Jährige am Samstag gegen 23.20 Uhr seinen schweren Verletzungen. "Bei seinem Haftantritt war keine Suizidgefahr bekannt", so die Polizei, die die Ermittlungen zur Klärung der genauen Todesumstände aufnahm. Hinweise, die auf ein Fremdverschulden hindeuten könnten, liegen derzeit nicht vor. 

Durchbruch im Fall Agnes N.: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Update: 25. Oktober. Den Ermittlern ist offenbar der lang ersehnte Durchbruch im Fall Agnes N. gelungen. Wie die Polizei am Dienstag (25. Oktober) mitteilt, konnte ein Verdächtiger festgenommen wird, der die 84-Jährige am 10. Februar 2014 getötet haben soll. Das Amtsgericht Bielefeld erließ Haftbefehl gegen einen 38-jährigen Mann aus Herford.

Vergangene Woche berichtete die Polizei, dass am Tatort, insbesondere an der Kleidung der getöteten Agnes N., DNA-Spuren entdeckt worden seien. Wie die Ergebnisse dieser Spuren durch das Kriminaltechnische Institut des LKA in NRW nun ergaben, wurde an der Kleidung der Getöteten die DNA des Verdächtigen aus Herford nachgewiesen. Umfangreiche Ermittlungen hatten keine erklärbare Beziehung zwischen dem Opfer und dem mutmaßlichen Täter ergeben. Je weiter die Ermittlungen in dem neu aufgenommenen Fall schritten, desto mehr erhärtete sich der Verdacht gegen den 38-Jährigen.

Der Zugriff erfolgte dann am heutigen Dienstag: Der Verdächtige wurde am Morgen in seiner Wohnung festgenommen. Zu den Vorwürfen, Agnes N. 2014 aus heimtückischen Gründen ermordet zu haben, schweigt der Mann bislang. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen – er befindet sich nun in Untersuchungshaft in der JVA Bielefeld.

Mordfall Agnes N.: Ermittler sichern DNA-Spuren am Tatort

Update: 14. Oktober. Wie bereits berichtet, hat die Polizei den Mordfall Agnes N., die 2014 getötet worden war, im Oktober 2022 wieder aufgenommen. Durch neuwertige Analysemethoden ist es der Mordkommission nun gelungen, neue Finger- und DNA-Spuren zu ermitteln.

Diese könnten jedoch auch von Personen stammen, die Zugang zum Tatort in Vlotho hatten – wie beispielsweise Angehörige, Freunde, Nachbarn oder Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes. Daher sucht die Polizei derzeit nach Kontaktpersonen von Agnes N., um entsprechende Vergleichsspuren zu erheben. Durch das Ausschlussprinzip soll so ermittelt werden, wie relevant die gesicherten Spuren sind.

Darüber hinaus sucht die Mordkommission weiterhin nach Personen, die Hinweise zur Tat am 10. Februar 2014 machen können. Agnes N. öffnete vermutlich zwischen 12.15 und 14.30 Uhr ihrem späteren Mörder die Tür und wurde anschließend in ihrem Haus getötet. Wer im Nachhinein etwas erfahren hat, das mit dem Vorfall in Zusammenhang stehen könnte, wird gebeten, sich bei der Polizei Bielefeld (0521/54 50) oder direkt bei der Mordkommission (0521/54 50) zu melden. Für Hinweise, die zur Verurteilung des Täters führen, ist eine Belohnung von 2000 Euro ausgesetzt.

Mordfall Agnes N. wird neu aufgerollt

Erstmeldung: 7. Oktober. Trotz umfangreicher Ermittlungen der Mordkommission "Puls" blieb der Mord an der 84-jährigen Agnes N. in Vlotho-Exter im Jahr 2014 ungeklärt. Der Fall wird nun als "Cold Case" noch einmal aufgerollt, wobei auch neue Spurenauswertungs- und Analysemethoden zum Einsatz kommen sollen.

Dazu setzt das Polizeipräsidium Bielefeld mit Unterstützung von Beamten der Kreispolizeibehörde Herford eine neue Mordkommission "Puls II" ein.

Exter: Neue Ermittlungen zum Mord an Agnes N.

Aufgrund der Spurenlage im Haus des Opfers gingen die Ermittler damals davon aus, dass Agnes N. am 10. Februar 2014 während des Mittagsschlafes in der Zeit zwischen 12.15 Uhr und 14.30 Uhr von ihrem Mörder durch Klingeln an der Haustür geweckt worden war. Nachdem sie sich mit ihrem Rollator an die Haustür begeben und den ihr möglicherweise bekannten Täter hinein gelassen hatte, muss dieser sie noch im Hausflur angegriffen und mit mehreren Messerstichen getötet haben.

Von der Tatwaffe, bei dem es sich nach Angaben der Ermittler um ein sehr langes, schmales und scharfes Messer mit einseitig geschliffener Klinge gehandelt haben dürfte, fehlt bis heute jede Spur. Der Täter durchsuchte nach dem Angriff zielgerichtet das Erdgeschoss des Wohnhauses, fand aber das von ihm erhoffte Geld nicht mehr vor.

Das Barvermögen von weit über 40.000 Euro, das Frau N. tatsächlich in der Vergangenheit im Haus versteckt hatte, war bereits vor geraumer Zeit in einem Bankschließfach deponiert worden.

Mord in Vlotho: Kannte das Opfer den Täter?

Im Rahmen der Ermittlungen im Umfeld des Opfers wurde festgestellt, dass nur sehr engen Vertrauten die tatsächliche finanzielle Situation von Agnes N. bekannt war. Das Haus ließ von außen nicht auf ein großes Vermögen der Bewohnerin schließen. Die Mordkommission geht auch heute noch davon aus, dass der Täter durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ von dem Geld erfahren und sich dann aus Habgier zu der Tat entschlossen hatte.

2000 Euro Belohnung für Hinweise im Mordfall Agnes N.

Der Leiter der Mordkommission Markus Mertens äußert sich zu den Ermittlungen: „Wir erwarten, beispielsweise durch die erneute Auswertung von vorhandenen Spurenträgern mit DNA-Material, neue Ermittlungsansätze zu bekommen, die uns in dem Fall voranbringen und bestenfalls zu dem oder den Tatverdächtigen führen. Gleichzeitig möchten wir uns noch einmal, nach mehr als acht Jahren, an die Bevölkerung wenden und fragen, wer kann heute Angaben zu dem damaligen Tatgeschehen machen? Wer hat im Nachhinein etwas erfahren, das mit der Tat im Zusammenhang stehen könnte?

Für Hinweise, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen, ist eine Belohnung in Hohe von 2000 Euro ausgesetzt. Hinweise bitte an die Mordkommission in Bielefeld unter der 0521/54 50 oder an jede andere Polizeidienststelle.

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