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Prozess

Enkelin missbraucht: Bewährung für 69-Jährigen

Warendorf

Ein Mann aus Warendorf soll seine Enkelin zweimal missbraucht haben. Nun wurde er verurteilt.

Von Sohrab Dabir

Zwei Mal hatte ein 69-Jähriger seine Enkelin missbraucht. Nun wurde er verurteilt. (Symbolbild) Foto: dpa-Zentralbild

In Warendorf kam es zum Prozess gegen einen 69-Jährigen, der seine Enkelin in zwei Fällen sexuell missbraucht haben soll. Beide Taten hatten sich im Sommer 2021 zugetragen.

Beim ersten Vorfall hatte der Beschuldigte laut Anklageschrift während eines Familienurlaubs dem Kind in den Intimbereich gefasst, obwohl die Enkelin den Mann mit den Worten "Opa, halt stopp!" davon abhalten wollte, wie die WN berichten. Trotzdem hatte der Mann seine Tat fortgesetzt.

Warendorf: Verurteilter von eigener Familie isoliert

Wenige Wochen später kam es zu einem ähnlichen Vorfall an einem See bei Warendorf. Der 69-Jährige hatte vor Gericht beide Taten gestanden – somit blieb dem Kind eine Zeugenaussage erspart. Das Jugendschutzgericht verurteilte den Mann schließlich zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Zudem muss er sich in eine Therapie begeben.

Die Eltern des Kindes sowie das Opfer selbst hätten die Taten schwer getroffen, hieß es vor Gericht. Noch heute würden sie deshalb in Therapie gehen. Die Frau des Verurteilten habe sich von ihm getrennt, nachdem die Taten ans Licht gekommen waren. Von der Familie sei der Mann inzwischen isoliert worden, heißt es weiter. "Sein komplettes Leben hat er selbst zerstört", betonte dessen Verteidiger vor Gericht. Zudem muss der 69-Jährige eine Geldauflage von drei Monatseinkommen an den Deutschen Kinderschutzbund leisten.

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