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Wind und Böen

"Wer raus muss, sollte auf sich aufpassen": Gefahr durch Sturm Ignatz noch nicht gebannt

Am Mittwochabend erreichte das erste Sturmtief Deutschland. Auch am Donnerstag muss in der Region mit Unwetter gerechnet werden.

Von Sohrab Dabir

Update: 21. Oktober. Der erste kräftige Herbststurm des Jahres brachte am Mittwoch und in der Nacht zu Donnerstag (21. Oktober) bereits heftige Böen mit sich. Im Laufe des Tages zieht Sturm "Ignatz" über Mitteldeutschland gen Osten, dennoch ist die Gefahr für die Region Münsterland und Ostwestfalen noch nicht gebannt.

"Da kann man für keine Region in NRW Entwarnung geben", sagte Ines von Hollen, Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD). In Gegenden, in denen es zu Unwettern kommt, sei zudem mit orkanartigen Böen zu rechnen, die eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erreichen können. Nach einer kurzen Abschwächung am Donnerstagmorgen müsse im Laufe des Vormittags erneut mit stürmischen Verhältnissen gerechnet werden. "Wer morgen die Möglichkeit hat, im Home-Office zu arbeiten, sollte das nutzen. Wer raus muss, sollte auf sich aufpassen", riet die Meteorologin weiter.

Erstmeldung: 20. Oktober. Am Mittwoch (20. Oktober) herrschten im Münsterland und Ostwestfalen noch frühlingshafte Temperaturen von bis zu 19 Grad (wie zum Beispiel in Münster) – doch schon am Abend erreichte Sturmtief "Ignatz" die Region. Unwetter mit teils orkanartigen Stürmen drohen.

Bereits in der zweiten Hälfte der Nacht zu Donnerstag wühlte das Hauptwindfeld den Westen auf. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für das Münsterland und Ostwestfalen in der Zeit von 0 bis 18 Uhr eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen ausgesprochen. 

"Ignatz" sorgt für orkanartigen Sturm und Unwetter in der Region

Es wird mit Sturmböen von einer Geschwindigkeit zwischen 75 und 90 Kilometern pro Stunde gerechnet – anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung. Zudem muss in einigen Teilen der Region mit orkanartigen Böen durch Sturm "Ignatz" gerechnet werden, die mit etwa 110 Kilometern pro Stunde über das Land ziehen können.

Der DWD warnt die Menschen in Münsterland und Ostwestfalen vor möglichen Gefahren durch Sturmtief "Ignatz". So können bei dem Unwetter zum Beispiel vereinzelt Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. "Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände", teilt der Deutsche Wetterdienst mit. Zuletzt hatte Sturmtief "Marco" in Münster im Mai für windige Pfingsten gesorgt.

Sturm "Ignatz" und "Hendrik" sorgen für Probleme auf Schienen und Straßen

Der Sturm in NRW nimmt am Donnerstagmorgen immer mehr Fahrt auf. Zunächst in der Westhälfte Deutschlands, zum Nachmittag dann im Osten. Bislang halten sich die Unwetter-Schäden in Münsterland und OWL noch in Grenzen. Die Polizei warnt dennoch vor umstürzenden Bäumen auf den Straßen und bittet um Vorsicht. Am Mittwochabend kam es wegen des Sturms bereits zu einem Unfall auf der A41 bei Coesfeld. Die Feuerwehren in der Region OWL mussten bislang etwa 30 mal ausrücken, zumeist, um Bäume und Äste von Straßen zu entfernen. 

Die Deutsche Bahn teilt mit, dass wegen der Unwetter den ganzen Tag mit Zugausfällen oder Verspätungen zu rechnen ist. In Bad Godesberg ist in der Nacht bereits ein Güterzug mit einem Ast kollidiert, der Fernverkehr Köln-Koblenz war dadurch beeinträchtigt. Weitere Probleme werden in ganz NRW erwartet. 

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