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Umstrittene Exporte

Deutschland exportierte 2021 Kriegswaffen für 1,5 Milliarden

Berlin (dpa)

Der Wert der Kriegswaffenlieferungen steigt das dritte Jahr in Folge. Mehr als 60 Prozent gingen 2021 in Staaten außerhalb der Nato, der EU und vergleichbarer Länder. Diese Exporte sind besonders umstritten.

Von dpa

Besonders umstritten sind Lieferungen von Kriegswaffen in sogenannte Drittstaaten - einige von ihnen stehen wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik oder sind in regionale Konflikte verwickelt. (Symbolbild) Foto: Philipp Schulze/dpa

Deutschland hat im vergangenen Jahr Kriegswaffen für 1,51 Milliarden Euro exportiert - der höchste Wert seit 2017.

Mehr als 60 Prozent davon gingen in Staaten außerhalb der Nato, der Europäischen Union und vergleichbare Länder. Lieferungen in diese sogenannten Drittstaaten sind besonders umstritten, weil einige von ihnen wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik stehen oder in regionale Konflikte verwickelt sind.

Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Ministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen hervor. Danach stieg der Wert der Kriegswaffenlieferungen 2021 das dritte Jahr in Folge. 2020 wurden noch Exporte für 1,38 Milliarden Euro verzeichnet.

Scharfe Kritik an Lieferungen in die Türkei

Die zehn Hauptempfängerländer waren im vergangenen Jahr Ägypten, Israel, Katar, die Türkei, Großbritannien, Norwegen und die EU-Länder Italien, Niederlande, Lettland und Österreich. Die Linken-Politikerin Dagdelen kritisierte vor allem die Lieferungen an den Nato-Partner Türkei.

«Die Tatsache, dass die Türkei trotz völkerrechtswidriger Invasionen in Irak, Syrien und Libyen und militärischer Drohgebärden gegenüber Griechenland und Zypern einer der größten Empfänger deutscher Kriegswaffen ist, macht jedes Beschwören einer wertegeleiteten Außenpolitik durch die Ampelregierung zur bloßen Farce», sagte sie.

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