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Solidarität mit Protesten

Ex-Bundesliga-Star Ali Daei im Iran festgehalten – Arminia gibt Statement ab

Nach dem Tod von Mahsa Amini setzt sich die iranische Fußballikone Ali Daei für Frauenrechte ein. Nun wird er offenbar vom islamischen Regime festgehalten.

Ali Daei (rechts), spielte mehrere Jahre in der Bundesliga. Foto: Jörg-Florian Eisele/dpa

Seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini im Iran, wüten die Proteste der Menschen gegen das islamische Regime. Besonders die Frauen des Landes demonstrieren gegen ihre systematische Unterdrückung durch die Mullahs, der sie seit über 40 Jahren ausgesetzt sind. Wer in dem Land auf die Straße geht und seine Stimme erhebt, dem droht die Festnahme oder gar der Tod.

Der iranische Volksheld Ali Daei, ehemaliger Fußballer, hat sich seit Beginn der Proteste mit den Frauen seines Heimatlandes solidarisiert. Dies hatte nun offenbar Konsequenzen für den 53-Jährigen, der während seiner aktiven Zeit in der Bundesliga für Arminia Bielefeld, Hertha BSC und den FC Bayern München spielte.

Ex-Armine Ali Daei im Iran festgenommen

Bereits vor Wochen war vom iranischen Regime der Pass des einstigen Bundesliga-Spielers aufgrund seiner bekundeten Solidarität mit den Protesten eingezogen worden. Gemeinsam mit dem noch aktiven Fußballer Hamed Lak hatte Daei an der Beerdigung der durch die Sittenpolizei getöteten Mahsa Amini in der Stadt Saghez teilgenommen. Wie die Menschenrechtsorganisation "Hengaw" mitteilt, wurden die beiden nun vor ihrem Hotel festgenommen – mit ihnen noch zahlreiche weitere Iraner und Iranerinnen. "BBC Persia" veröffentlichte zudem ein Video, auf dem Schüsse vor dem Einsatz am Hotel zu hören sind.

Der DSC Arminia Bielefeld, für den Ali Daei 25 Mal zwischen 1997 und 1998 auf dem Platz gestanden hatte, reagierte am Mittwoch (26. Oktober) auf die Vorfälle. "Mehr als beunruhigt schauen wir auf die aktuellen Geschehnisse im Iran. Dort setzt sich Ali Daei mit vielen anderen Menschen mutig & entschlossen für Frauenrechte ein. Wir solidarisieren uns mit all denjenigen, die den Konflikt nicht scheuen & Haltung zeigen", heißt es in einem Tweet des Vereins.

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