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Teile der Fans gegen Trainer

Frank Kramer nach erneuter Pleite in der Kritik: Wie lange hält Arminia noch am Trainer fest?

Bielefeld

Erneut konnte Arminia Bielefeld nicht gewinnen. Während des Spiels gegen Mainz hallten "Kramer raus"-Rufe durchs Stadion. Der Sportdirektor reagiert auf die Kritik.

Von Sohrab Dabir

Steht nach zehn Spielen ohne Sieg in der Kritik: DSC-Trainer Frank Kramer. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Ein Halloween-Kostüm hat Jonathan Burkardt erst gar nicht gebraucht – der Mainzer Stürmer war in der vergangenen Woche auch in seinem üblichen Dress ein Schrecken für Arminia Bielefeld

Erst war er maßgeblich am Ausscheiden von Arminia Bielefeld im DFB-Pokal beteiligt, wenige Tage später besiegelte er im erneuten Aufeinanderteffen in der Liga mit seinem Treffer die fünfte Saisonniederlage für den DSC. Auch nach zehn Partien wartet der Bundesligist somit weiter auf einen Sieg – und so langsam kippt die Stimmung bei den Fans.

Frank Kramer reagiert auf Sprechchöre der Arminia-Fans

Erstmals ließen die Anhänger in der mit 19.477 Fans gefüllten SchücoArena ihren Frust in der 78. Minute aus, als Frank Kramer DSC-Idol Fabian Klos für Janni Serra auswechselte. Das erste Mal seit seiner Amtszeit bei Arminia Bielefeld hallte es "Kramer raus"-Rufe durchs Stadion. Auch nach dem Schlusspfiff machten die Fans ihren Unmut über den Coach deutlich und forderten erneut dessen Rauswurf.

"Keiner hört so etwas gerne über sich, aber da muss man Haltung zeigen", reagierte Frank Kramer nach dem Spiel auf die Sprechchöre gegen sich. Dass die Stimmung nach zehn erfolglosen Spielen irgendwann umschlagen würde, war vermutlich auch dem Arminia-Coach klar. "Wenn dann länger kein Sieg eingefahren wird, ist es normal, dass der Druck dann stärker wird. Da kommt man nur gemeinsam raus", versuchte er sich vor den Sky-Mikrofonen in Durchhalteparolen. Doch auch sein Vorgesetzter stärkte ihm weiter den Rücken.

Arminia Bielefeld: Samir Arabi setzt weiter auf Frank Kramer

"Wir lassen uns nicht beeinflussen", reagierte Sportchef Samir Arabi auf die "Kramer raus"-Rufe am Samstag gegen Mainz. Die Frage nach dem Trainer stelle sich zum jetzigen Zeitpunkt "rein inhaltlich momentan überhaupt nicht", machte er klar und nahm stattdessen die Spieler in die Pflicht. "Die Mannschaft muss ein verschworener Haufen sein und sich gegen Widerstände wehren. Das muss die Mannschaft beibehalten. Damit beschäftigen wir uns und mit nichts anderem", so Arabi weiter.

Bereits nach dem 8. Spieltag hatte Arminias Clubchef Markus Rejek dem Trainer den Rücken gestärkt und eine Diskussion um eine mögliche Entlassung Frank Kramers als "Blödsinn" bezeichnet. Doch auch die Verantwortlichen wissen, dass Bielefeld so langsam Punkte und Siege braucht, um nicht den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren. Die nächste Möglichkeit, das Ruder zumzureißen, ergibt sich am kommenden Samstag (6. November) beim VfB Stuttgart. Dort machte der DSC in der vergangenen Saison den Klassenerhalt perfekt.

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