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1:1 in Fürth

Arminia unzufrieden nach Remis – Kramer kritisiert Schöpf-Aktion

Fürth/Bielefeld

Im ersten Auswärtsspiel hatte sich Arminia Bielefeld weitaus mehr erhofft als das 1:1 am Ende. Neuzugang Alessandro Schöpf erwies seiner Mannschaft zudem einen Bärendienst.

Von Sohrab Dabir

Natürlich, sagte Frank Kramer, sei das Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth für ihn etwas Besonderes. Früher war er Gymnasiallehrer in der fränkischen Stadt und trainierte das Kleeblatt zwei Jahre lang als Chefcoach. "Ich habe mich gefreut, dass ich Teil des ersten Heimspiels des Kleeblatts sein durfte", sagte er nach dem Spiel. Von seiner Rückkehr mit Arminia Bielefeld in die alte Heimat hatte er sich aber mehr erhofft.

In einer mittelmäßigen Partie hatte der DSC kaum Offensivaktionen und wurde vor allem durch Fürths Stürmer Dickson Abiama immer wieder vor Probleme gestellt. "Wir haben ein unruhiges Spiel gemacht. Sehr oft war das Feld für uns heute zu groß, wir hatten zu viele Ballverluste. Deshalb war permanent Unruhe", kritisierte Frank Kramer den Auftritt seiner Elf. Aus dem Nichts erzielte Co-Kapitän Fabian Klos dann kurz vor der Pause (43.) per Kopf die Führung für die Ostwestfalen. "Das war einfach eine sehr gute Flanke. Da musste ich nur noch gegenlaufen. Den musste ich nicht mehr besonders gut platzieren", lobte der Torschütze die Hereingabe von Cedric Brunner.

Alessandro Schöpf bringt in Arminia Bielefeld Not

Der Gegenschlag der Hausherren erfolgte nur wenige Minuten nach dem Seitenwechsel: Nachdem Manuel Prietl den Ball im Strafraum an den Arm bekommen hatte, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. "Ich kenne mich da ehrlich gesagt nicht mehr aus", kommentierte der DSC-Trainer die strittige Handspiel-Regel. Für den Unglücksraben war es ebenfalls "eine natürliche Handbewegung, die natürlich unglücklich aussieht". Es half alles nichts: Branimir Hrgota glich nach 50 Minuten aus.

Die Partie wurde danach ruppiger und aggressiver, was sich auch in zwei – zugegeben unnötigen – Situationen von Neuzugang Alessandro Schöpf widerspiegelte. Nach 54 Minuten bekam der 27-Jährige Gelb, nachdem er den Ball weggeschlagen hatte. 14 Minuten später wurde er nach einem taktischen Foul vom Feld geschickt, das er so nicht hätte begehen müssen. "Über solche Situationen haben wir erst vor Kurzem gesprochen. Es ist kein Vorwurf an ihn. Er bekommt einen Klaps auf den Popo und dann ist okay", sagte Fabian Klos zu den beiden Szenen. Dessen Trainer wurde da schon etwas deutlicher: "Mit einer Gelben Karte im Gepäck weiß der Schöpfi, dass er sich in so einer Situation anders verhalten muss. Das war natürlich nicht förderlich. Wir werden das besprechen", so Frank Kramer. In Unterzahl geriet Arminia Bielefeld ein ums andere Mal ins Schwimmen.

Frank Kramer unzufrieden mit Auftritt von Arminia Bielefeld

Fürth wollte seinen ersten Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte, scheiterte jedoch mehrere Male vor dem gegnerischen Tor. "Nach der roten Karte ist das ein gewonnener Punkt, den nehmen wir mit. Das 1:1 ist in Ordnung, in der Bundesliga zählt jeder Punkt", resümierte Co-Kapitän Manuel Prietl den Auftritt in Franken. Frank Kramer zeigte sich indes enttäuscht vom zweiten Unentschieden in Folge. "Vom Einsatz war es in Ordnung, aber mit der Leistung sind wir nicht zufrieden. Jeden dritten Pass haben wir falsch gespielt", lautete dessen Fehleranalyse.

Im kommenden Heimspiel von Arminia Bielefeld gegen Eintracht Frankfurt wird eine Leistungssteigerung nötig sein, um den ersten Saisonsieg einzufahren. Zudem wird Frank Kramer das Team für den gesperrten Schöpf erstmals in der Saison umstellen müssen. 

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