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2:3 nach Verlängerung

"Es ist bitter": Arminia Bielefeld verliert den Pokalfight gegen Mainz

Mainz

Es war einer dieser Pokalabende, wie er im Buche steht: Nach großem Kampf scheidet Arminia Bielefeld gegen Mainz 05 aus und schöpft aus der Leistung Mut für die Bundesliga. 

Von Sohrab Dabir

Kein Abwarten, kein Abtasten: An diesem Dienstagabend (26. Oktober) gingen beide Teams von Beginn an voll aufs Ganze. Schließlich ging es um den Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale. Nur wenige Minuten waren gespielt, als der Mainzer Jonathan Burkhard alleine auf Arminia-Torwart Stefan Ortega zulief und die Führung auf dem Fuß hatte. "Tego" vereitelte die Chance jedoch – es sollte nicht seine letzte Parade werden.

Aus der anschließenden Ecke für die Gastgeber resultierte ein Konter für Arminia Bielefeld, den Masaya Okugawa mit einem ansehnlichen Heber zur 1:0-Führung vollendete. Nach einer knappen halben Stunde hatte Bryan Lasme das 2:0 für den DSC auf dem Fuß, scheiterte jedoch am Mainzer Keeper. "In der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht", konstatierte Frank Kramer, der seine Startelf im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen den BVB auf gleich sieben Positionen geändert hatte.

Traumtor besiegelt das Pokal-Aus für Arminia Bielefeld

Die Maßnahme schien gefruchtet zu haben. "Die Jungs haben alle gebrannt. Es war an der Zeit, wir hatten eine junge Truppe mit Zug und Leidenschaft auf dem Platz", erklärte der DSC-Coach seine Wechsel. Mit 1:0 ging es für die Gäste aus Ostwestfalen in die Halbzeit – nach dem Seitenwechsel hatte Lasme erneut die Gelegenheit zum zweiten Treffer. Der Ball rollte jedoch nur knapp am Pfosten vorbei. Danach drückten die Mainzer vor den 9000 Zuschauern aufs Tempo: In der 53. Minute köpfte Burkardt zum Ausgleich, nur sechs Minuten später legte er das 2:1 für den Gastgeber auf. 

Die Zeit lief Arminia Bielefeld so langsam davon. Doch wenige Sekunden vor dem Abpfiff köpfte Fabian Klos, der zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, zum Ausgleich. Somit ging es in die Verlängerung, die keinem der beiden Teams Zeit zum Verschnaufen gab. Mal parierte Ortega in sensationeller Manier wie beim Schuss von Silvan Widmer, mal scheiterte Arminia Bielefeld am gegnerischen Torwart. Für die Entscheidung in der spannenden Partie sorgte dann ein Traumtor von Marcus Ingvartsen in der 114. Minute. Der Traum von DFB-Pokal-Achtelfinale war für den DSC geplatzt.

Arminia Bielefeld gegen Mainz 05: Neuauflage am Wochenende

"Es ist ärgerlich, nach 120 Minuten so zu verlieren. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Darauf lässt sich aufbauen. Es war mehr drin für uns, das Elfmeterschießen hätten wir uns verdient gehabt", drückte es Lennart Czyborra nach dem Abpfiff aus. Auch bei Amos Pieper war die Enttäuschung deutlich zu spüren: "Es ist bitter, so zu verlieren, weil wir Moral bewiesen haben. Am Ende müssen wir uns nur vorwerfen, in den entscheidenden Situationen noch wacher zu sein. Das Ergebnis ist scheiße, aber wir haben viele gute Ansätze gezeigt." 

Arminia Bielefeld wollte nach neun sieglosen Bundesliga-Partien mit dem Weiterkommen für neuen Schwung für die kommenden Aufgaben sorgen. Doch trotz der Niederlage zeigt sich der DSC selbstbewusst. "Wir haben viele Dinge richtig gemacht. Vor Samstag ist mir nicht bange", sagte Torwart Stefan Ortega, der von den Zuschauern zum "Man of the Match" gewählt wurde. In nur vier Tagen können die Ostwestfalen Revanche nehmen für das Pokalaus. In der SchücoArena treffen beide Teams am Samstag (30. Oktober) erneut aufeinander.

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