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Remis vor über 13.000 Fans

"Durch nichts zu ersetzen": Freude über die Fan-Rückkehr beim 0:0

Bielefeld

Die Arminia hatte viele Chancen auf dem Fuß, doch es reichte nur für ein 0:0 zum Auftakt. Gefreut hat sich der DSC über die Fans im Stadion. Doch der Blick auf die Inzidenz bereitet Sorge.

Von Sohrab Dabir

Bielefelds Masaya Okugawa (l.) scheitert an Freiburgs Torwart Mark Flekken. Foto: Friso Gentsch/dpa

Die Anspannung bei Arminia Bielefeld war vor der Partie gegen den SC Freiburg doppelt groß: Nicht nur stand das Auftakt-Spiel der neuen Bundesliga-Saison an, erstmals seit dem 2. Spieltag der vergangenen Spielzeit durften auch wieder die Fans in die SchücoArena.

13.750 Anhänger bereiteten der Elf von Trainer Frank Kramer beim Einlaufen ins Stadion einen gebührenden Empfang. Von einer "Vorfreude wie bei kleinen Kindern auf Weihnachten, dass wieder Zuschauer da sind", berichtete der Coach im Nachhinein. Jede Chance und jeder gelungene Zweikampf wurde auf den Rängen wieder lautstark bejubelt. Und Möglichkeiten hatte der DSC an diesem Nachmittag einige.

Ortega rettet Arminia Bielefeld einen Punkt

Alleine Masaya Okugawa und Fabian Klos hatten in der Anfangsphase aussichtsreiche Chancen zur Führung gegen den SC Freiburg. Besonders der Japaner bewies im ersten Saisonspiel, wieso ihn Arminia Bielefeld in der Sommerpause verpflichtete. Viele gefährliche Situationen gingen vom 25-Jährigen aus. Doch Gäste-Torwart Mark Flekken war an diesem Tag nicht zu überwinden. 

Dasselbe galt auch für Stefan Ortega, um den es in der Sommerpause noch viele Gerüchte um einen Weggang von Arminia Bielefeld gegeben hatte. Der Schlussmann zeigte eindrucksvoll, wieso der DSC gut beraten war, "Tego" zu halten. Mehrfach parierte er aussichtsreiche Möglichkeiten des SCF – und wurde nicht umsonst vom Fachmagazin "kicker" zum Mann des Tages erkoren.

Rückkehr der Arminia-Fans war das Highlight am Samstag

"Es war für uns ein kompliziertes Spiel. Meine Mannschaft hat es sehr gut gemacht. Es war etwas wärmer als die vergangenen Wochen, da musst du die Intensität erst einmal gehen können", betonte Frank Kramer nach Schlusspfiff. Auch die Gäste waren mit der Punkteteilung einverstanden. "Wir haben gewusst, was auf uns zukommt. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen", betonte Christian Streich nach dem 0:0 gegen Arminia Bielefeld. An diesem Tag überwog auf beiden Seiten jedoch die Freude über die Fan-Rückkehr.

"Schon als wir zum Stadion gekommen sind, hat man überall Menschen in Arminia-Trikots gesehen, das ist einfach durch nichts zu ersetzen", beschrieb Stefan Ortega seine Gemütslage. Doch anhand der steigenden Corona-Zahlen scheint die wieder heile Fan-Welt in Gefahr zu sein. In Bielefeld beträgt die Inzidenz mittlerweile 71,2. Einigen Fans droht, sollten die Zahlen weiter steigen, ein erneuter Ausschluss aus der SchücoArena.

Steigende Inzidenz in Bielefeld: Wie geht es weiter?

Im Hinblick auf die Corona-Lage hatte DSC-Geschäftsführer Markus Rejek vor einigen Tagen gegenüber dem Westfalen-Blatt bereits dafür plädiert, zukünftig die 2G-Regel anzuwenden –also nur noch geimpfte und genesene Personen ins Stadion zu lassen. "Eine weitere Saison fast ohne Zuschauer würde der Fußball nicht überleben", sagte der Vereinsboss von Arminia Bielefeld. Für die Fans der Ostwestfalen bleibt zu hoffen, dass die Freude über die Rückkehr ins Stadion ihres Vereins noch lange währt.

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