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Sieg für Bielefeld

Bayreuther Festspiele: Arminia nach 6:3 weiter – Derby in der 2. Runde möglich

Bayreuth

Es war ein echtes Spektakel für die anwesenden Fans: Mit 6:3 bezwang Arminia Bielefeld den Regionalligisten SpVgg Bayreuth. Besonders ein Neuzugang machte auf sich Aufmerksam.

Von Sohrab Dabir

Jacob Laursen von Arminia Bielefeld jubelt über seinen Treffer zur 1:0-Führung. Foto: Daniel Karmann/dpa

Als Michael Jackson  am 2. September 1992 im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion seinen Welthit "Thriller" zum Besten gab, ahnte er wohl nicht, dass sich dort 29 Jahre später ein fußballerischer Thriller ereignen würde. Vermutlich hätte es ihn aber auch nicht interessiert.

In einer spektakulären Erstrunden-Partie im DFB-Pokal bezwang Arminia Bielefeld den Regionalligisten SpVgg Bayreuth mit 6:3. Gleich drei Neuzugänge bot DSC-Trainer Frank Kramer im ersten Pflichtspiel der Saison auf: Neben Bryan Lasme und Masaya Okugawa durfte auch Alessandro Schöpf von Beginn an auflaufen. Es dauerte dann nur elf Minuten, bis dem Bundesligisten der erste Saisontreffer gelang.

Arminia Bielefeld findet Antworten auf eigene Fehler

Nach einer Hereingabe von Co-Kapitän Fabian Klos traf Jacob Laursen mit seinem saftigen Schuss aus knapp 18 Metern. Die Führung währte jedoch nicht lange: Nur drei Minuten später glichen die Hausherren aus. Doch der Vorlagengeber zum 1:0, Fabian Klos, sorgte in der 28. Minute für die erneute Führung der Ostwestfalen.

"Wir hatten auf alle Fehler eine gute Antwort", sagte der Torschütze nach dem Spiel. Denn Fehler leistete sich der DSC in den 90 Minuten einige. So zum Beispiel Torwart Stefan Ortega, der in der 51. Minute eine harmlose Flanke der Spielvereinigung nicht in die Finger bekam. Stefan Maderer bedankte sich für den Patzer und staubte zum 2:3 ab. Wenige Minuten zuvor hatte Neuzugang Bryan Lasme die Führung für Arminia Bielefeld ausgebaut. 

Arminia Bielefeld zeigt Nerven – doch kontert eiskalt

Danach wackelte die Arminia und zeigte Nerven. Nach einer Flanke von Bayureths Marcel Götz fälschte Joakim Nilsson den Ball unglücklich ins eigene Tor ab und brachte die 4500 Heimfans im Hans-Walter-Wild-Stadion zur Ekstase. "Nach dem 3:1 haben wir die Tür wieder aufgemacht – das wünscht du dir als Trainer natürlich nicht", sagte Frank Kramer nach dem Spiel. Doch Bielefeld bewies nach dem Ausgleich Moral.

Unglücksrabe Nilsson beglich seinen Fehler nur fünf Minuten später mit seinem Kopfballtor zum 4:3. Bayreuth warf nun alles nach vorne und gab Arminia Bielefeld die Möglichkeit zu Kontern. Zwei davon nutzten Fabian Kunze (79.) und erneut Bryan Lasme (85.). "Kompliment an die Spielvereinigung Bayreuth für den tollen Kampf. Sie haben uns alles abverlangt und waren bis zur letzten Sekunde da und gefährlich", lautete das Lob von Frank Kramer an den Gegner. 

Arminia Bielefeld in der 2. Runde: Derby gegen Preußen Münster möglich

Enttäuschung herrschte hingegen beim tapfer kämpfenden Regionalligisten. Jedoch zeigten sich die Bayreuther auch stolz auf die gezeigte Leistung an diesem Nachmittag. "Wir sind seit 15 Jahren nicht mehr im DFB-Pokal gewesen. Das war für jedermann hier heute ein Spektakel, für die Spieler, für die Zuschauer. Klar sind wir enttäuscht, aber das Leben geht weiter", so Stefan Marderer. 

Für Arminia Bielefeld geht es nun nach der Erstrundenpleite im vergangenen Jahr in der zweiten Runde weiter. Diese wird am 29. August (Sonntag) um 18.30 Uhr in der Sportschau bei der ARD ausgelost. Dort kann der DSC unter Umständen auf einen Lokalrivalen treffen. Trotz 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg könnte Preußen Münster aufgrund eines Wechselfehlers der Niedersachsen weiterkommen.

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