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Fehlende Einnahmen

Solidarität in der Corona-Krise: SCP-Profis verzichten auf Gehalt

Das Coronavirus hat Deutschland weiterhin im Griff. Die Folgen bekommt auch Preußen Münster deutlich zu spüren. Der Verein zeigt in der schweren Zeit erneut Zusammenhalt.

Von Sohrab Dabir

Münster – Der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist im vergangenen Dezember in die entscheidende Phase gegangen: Mit Beginn der Impfungen in den fünf Impfzentren im Münsterland soll möglichst die Endphase in der Corona-Krise eingeläutet werden. Auch der Profifußball hat unter den Auswirkungen zu leiden. Preußen Münster spielt seit Monaten vor leeren Rängen.

Aufgrund der dadurch fehlenden Einnahmen entschloss sich Preußen Münster bereits im vergangenen März, in Kurzarbeit zu gehen. Auch die Profis verzichteten damals auf einen Teil ihres Gehalts. Diesen Schritt ist der Regionalligist nun erneut gegangen.

FußballvereinPreußen Münster
StadionPreußenstadion
TrainerSascha Hildmann

Preußen Münster: Profis und Trainerteam verzichten erneut auf Gehalt

Das Fehlen der Zuschauer im Preußenstadion hat den Verein nun veranlasst, die Mitarbeiter der Geschäftsstelle seit vergangener Woche in Kurzarbeit zu schicken. „Um ein Zeichen der Solidarität zu setzen und dem Verein eine langfristige Perspektive zu geben, verzichten auch die Profis und das Trainerteam sowie die Jugendtrainer auf einen Teil ihrer Gehälter“, heißt es in einer Mitteilung von Preußen Münster.

Der Verein nutzt das Instrument der Kurzarbeit, um die Arbeitsplätze der Angestellten langfristig sichern zu können. „Aktuell müssen wir möglichst viele Einsparpotenziale ausschöpfen“, sagt SCP-Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. Besonders die Ausgaben für das Profiteam – im Gegenzug fehlen die wichtigen Zuschauereinnahmen – treffen Preußen Münster hart. Im gemeinsamen Gespräch mit dem Spielerrat sei die Einigung erzielt worden, dass die Profis auf Teile ihrer Prämien verzichten.

Preußen Münster will Home-Offce forcieren

„Das sind starke Signale an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle und zeigt die hohe Identifikation mit dem SC Preußen“, zeigte sich Münsters Sportdirektor Peter Niemeyer erfreut über das Einlenken der Profis. Zudem will der Verein, dort wo es machbar ist, seinen Angestellten das Arbeiten im Home-Office ermöglichen. Dies war einer der Punkte, den Kanzlerin Angela Merkel im Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten beschlossen hatte.

Zum zweiten Mal hat der SC Preußen Kurzarbeit für seine Mitarbeiter angemeldet. Foto: Sohrab Dabir/msl24.de

Sportlich ist der Regionalligist derweil nach zwei Erfolgen zum Jahresbeginn oben auf. Nach dem Sieg von Preußen Münster gegen den SV Rödinghausen legte das Team von Sascha Hildmann zuletzt im Auswärtsspiel bei Bergisch Gladbach (1:0) nach. „Ich bin froh, dass wir mit einer Halbchance das Spiel gewonnen haben. Ich wusste, dass es schwer wird“, sagte der Coach nach dem Spiel.

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