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Urteil des Sportgerichts

Nach Prügelattacke auf Torwart: Fünf Spieler des FC Inter Gütersloh bis 2023 gesperrt

Gütersloh

Eine Attacke auf einen Torwart im Rahmen eines Kreisliga-Spiels in Gütersloh hatte für Schlagzeilen und Entsetzen gesorgt. Jetzt gab es für die Täter harte Strafen.

Von Sohrab Dabir

Fünf Spieler des FC Inter Gütersloh wurden bis 2023 vom Spielbetrieb gesperrt. (Symbolbild) Foto: pexels

Ende September hatte ein Nachbarschaftsduell zwischen dem SC Eintracht Gütersloh II und dem FC Inter Gütersloh für bundesweite Schlagzeilen gesorgt – jedoch nicht aufgrund der sportlichen Ereignisse.  

Nach dem Schlusspfiff hatten Spieler des FC Inter Gütersloh auf den gegnerischen Torwart eingeprügelt und diesen so schwer verletzt, dass er auf der Intensivstation landete. Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen auf dem Platz, die schließlich in der Kabine ihren traurigen Höhepunkt fanden. Der Fußballkreisverband hatte auf die Geschehnisse reagiert und alle darauffolgenden Partien des FC Inter bis zum 18. Oktober abgesetzt – auch, weil sich gegnerische Mannschaften geweigert hatten, gegen den Kreisligisten anzutreten.

Gütersloh: Sportgericht verurteilt fünf Inter-Spieler 

Der SC Eintracht Gütersloh verurteilte die Attacke auf seinen Torwart im Anschluss scharf und warf dem Gegner vor, nichts für die Aufklärung des Vorfalls zu tun. Die Polizei ermittelte indes gegen einige FC-Akteure wegen gefährlicher Körperverletzung. Unterdessen hat das Sportgericht bereits ein Urteil gegen die Täter gefällt. Fünf Spieler des FCI wurden wegen einer Tätlichkeit in einem besonders schweren Fall für die laufende sowie die kommende Saison bis einschließlich 2023 gesperrt. Einem weiteren Beteiligten, der jedoch nicht auf den Torwart eingeprügelt hatte, verordnete die Spruchkammer eine Zwangspause bis zum 30. November 2021.

Im Zuge der Ermittlungen zum Vorfall vom 19. September geriet außerdem der Klub-Chef des FC Inter ins Visier der Beamten – jedoch nicht wegen der Prügelattacke. Die Polizei vermutet, dass der 26-Jährige aus Gütersloh der Kopf einer Drogenbande war, die aus dem einen Jugendclub in der Stadt Marihuana und Kokain verkauft haben soll. Der Vereinspräsident sitzt bereits seit einigen Wochen in Untersuchungshaft. Der Eintracht-Torwart hat derweil laut Medienberichten noch mit Erinnerungsverlust sowie Hör- und Sehproblemen zu kämpfen. Zudem drohen ihm nach der Prügelattacke bleibende Schäden.

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