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0:5 in Mönchengladbach

Katastrophaler Auftritt der Arminia: Schmerzhafter Dämpfer im Abstiegskampf

Eine derart schlechte Leistung kam nach den starken Auftritten der vergangenen Wochen überraschend. Mit 0:5 ging Arminia Bielefeld bei Borussia Mönchengladbach unter. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge schmilzt.

Von Sohrab Dabir

Mönchengladbach/Bielefeld – Es war einer dieser Tage, an denen nichts zusammenlief. Alles, was Arminia Bielefeld in den vergangenen Spielen ausgemacht hatte, ließ das Team am Sonntag (25. April) bei Borussia Mönchengladbach vermissen. Verdient gerieten die Ostwestfalen* am Niederrhein daher mit 0:5 unter die Räder.

Unter Trainer Frank Kramer hatte in den vergangenen Wochen vor allem die stabile Defensive des Aufsteigers geglänzt. Drei Spiele kamen die Gegner nicht mehr an Stefan Ortega vorbei – im Borussia-Park musste der Keeper bereits nach sechs Minuten hinter sich greifen, nachdem Breel Embolo das erste Mal ohne Gegenwehr der DSC-Abwehr getroffen hatte. Arminia Bielefeld schien gegen Borussia Mönchengladbach völlig von der Rolle.

VereinArminia Bielefeld
TrainerFrank Kramer
Gegründet3. Mai 1905

Arminia Bielefeld zeigt in Mönchengladbach keine Gegenwehr

Besser wurde es danach keineswegs: Marcus Thuram (15.) und Ramy Bensebaini (18.) schraubten das Ergebnis für die Borussia binnen weniger Minuten auf 3:0 hoch. „Das war ein total schmerzhafter, gebrauchter Tag für uns. Wenn man nach 18 Minuten drei Tore kassiert, ist das Spiel fast schon durch – da muss man nicht wahnsinnig viel Ahnung von Fußball haben“, kommentierte Frank Kramer die Anfangsphase der Partie im Anschluss bei „Sky“. Dass Arminia Bielefeld gerade im Endspurt des Abstiegskampfs derartige Schwächen in der Defensive offenbarte, wurmte den Trainer.

„Aber darum geht es, immer präsent zu sein und konzentriert. Wir haben nicht die Schärfe gehabt, einen Gegner wie Gladbach zu bearbeiten. Die braucht man aber immer, vor allem wir“, so der 48-Jährige. Vor allem das Toreschießen wurde dem Gastgeber an diesem Sonntagnachmittag ziemlich leicht gemacht. Von Gegenwehr war bei Arminia Bielefeld in den entscheidenden Situationen nicht viel zu sehen. „Bei fünf Gegentoren kann die Defensivleistung nicht sonderlich überzeugend gewesen sein“, stellte der Coach daher folgerichtig fest.

Arminia Bielefeld nach 0:5-Klatsche unter Druck

Während der Aufsteiger im ersten Durchgang keine einzige Chance kreieren konnte, kam nach dem Seitenwechsel zumindest Christian Gebauer zu einer dicken Möglichkeit, die VfL-Torwart Yann Sommer jedoch glänzend parierte. Breel Embolo (69.) und Alassane Plea (84.) besorgten den desolaten Gästen jedoch anschließend den Rest. Nach dem deutlichen 5:0 dürften bei Arminia Bielefeld vor den entscheidenden drei Partien nun die Alarmglocken läuten.

Der Abstand auf die Relegationsplätze ist nach dem Sieg der Kölner am Freitag (24. Spieltag) auf einen Punkt geschrumpft. Hertha BSC ist noch drei Spiele in Rückstand. Die Hauptstädter sind zudem der nächste Gegner des DSC. „Da gilt es, alles dafür zu tun, um zu punkten. Also das, was wir heute nicht geschafft haben“, forderte Frank Kramer nach dem schwachen Auftritt bei Borussia Mönchengladbach. Das 0:5 könnte der nötige Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt gewesen sein, bevor es für Arminia Bielefeld ins Quarantäne-Trainingslager geht. Zwei Wochen hat das Team nun Zeit, die Defizite aus dem Gladbach-Spiel zu beseitigen. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

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