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Wechselfehler

Preußen legen Einspruch ein: Wolfsburg droht das Pokal-Aus

Münster

Nach dem Wechselfehler im DFB-Pokal-Spiel hat Preußen Münster offiziell Einspruch eingelegt. Dass der Regionalligist den Schritt gegangen ist, hat auch finanzielle Gründe.

Von Sohrab Dabir

Dass der SCP diesen Schritt gehen würde, war abzusehen. Dennoch ließ sich Preußen Münster genügend Zeit, die weitere Vorgehensweise in den Gremien zu diskutieren. Am späten Nachmittag dann die Meldung: Der Regionalligist wird beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Einspruch gegen die Wertung der DFB-Pokal-Partie gegen den VfL Wolfsburg einlegen.

In der Verlängerung des Spiels hatte VfL-Trainer Mark van Bommel unerlaubterweise einen sechsten Feldspieler eingewechselt. Preußen Münster verlor das Duell im Anschluss noch mit 1:3, durch den Wechselfehler und den nun eingelegten Einspruch steht dem SCP die Tür zur 2. Runde jedoch offen. "Diese Entscheidung trafen die Verantwortlichen beim Regionalligisten mit Blick auf einen sportlich fairen Wettbewerb und aus Verantwortung gegenüber den Fans, Mitgliedern und Förderern des Traditionsvereins einstimmig", teilte der Verein mit.

Preußen Münster legt Einspruch ein: DFB entscheidet nun

Der SCP hatte den Champions-League-Teilnehmer in der ersten Pokalrunde vor 7000 Fans im Preußenstadion am Rande einer Niederlage. Spieler und Trainer zeigten sich nach dem Spiel besonders stolz auf den Auftritt am Sonntag (8. August). "Mit dem unzulässigen Wechsel hat unser Gast das Spiel dann aber zu unseren Ungunsten entscheidend beeinflusst. Nun stehen wir in der Verantwortung denen gegenüber, die diesen Club, der wie viele andere auch vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen steht, unterstützen und ihm die Treue halten“, begründet Sportdirektor Peter Niemeyer die getroffene Entscheidung.

Dass Preußen Münster Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hat, hat zudem finanzielle Gründe. Über 250.000 Euro winken jedem Teilnehmer der 2. Runde des DFB-Pokals. Geld, das der chronisch klamme Verein gut gebrauchen kann. Das Sportgericht des DFB wird nun beide beteiligten Vereine anschreiben und um Stellungnahmen bitten. "Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahmen wird das Sportgericht über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden", teilte der Verband mit.

Wolfsburgs Sportdirektor Jörg Schmadtke nahm seinen Trainer nach dem kapitalen Wechselfehler in Schutz und reagierte mit Humor auf die Ereignisse. "Bei allem Ärger und Frust sollte man aber auch dabei den Ball etwas flacher halten. Auch wenn wir kurzzeitig darüber nachgedacht hatten, alle Beteiligten zu einem Volkshochschul-Grundkurs 'Richtig Lesen' anzumelden, nach reiflicher Überlegung davon aber abgesehen haben."

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